Verstehensprozesse bei der Bearbeitung realitätsbezogener Mathematikaufgaben: Klassische Textaufgaben vs. Zeitungstexte

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Im Mathematikunterricht werden immer mehr Aufgaben mit Realitätsbezug eingesetzt, um Schülerinnen und Schüler zu befähigen, sich als mündige Bürgerinnen und Bürger mit der sie umgebenden Welt auseinanderzusetzen. Solche Aufgaben weisen ein breites Spektrum bezüglich ihres Realitätsbezugs und ihrer Situationskomplexität auf und fordern in unterschiedlichem Maße fachliche und sprachliche Kompetenzen. In der vorliegenden Studie wurden Texte im Format von Zeitungsartikeln mit einer mathematischen Aufgabenstellung eingesetzt, um Erkenntnisse über ablaufende Bearbeitungs- und Verstehensprozesse bei einer den Schülerinnen und Schülern unbekannteren Aufgabenart zu erlangen. Außerdem wurden klassische realitätsbezogene Textaufgaben eingesetzt, deren Format aus Schulbüchern vertrauter ist. 20 Schülerinnen und Schüler der neunten Jahrgangsstufe bearbeiteten mit der Methode des Lauten Denkens jeweils zwei Textaufgaben und zwei Zeitungsartikelaufgaben. In beiden Aufgabenarten wurden systematisch linguistische Merkmale variiert, um den Einfluss von linguistischer Komplexität mit zu untersuchen. Mittels Rekonstruktionen und detaillierter Analysen dieser 80 Bearbeitungsprozesse konnten die Rolle des Verstehens der Aufgabe und damit einhergehende Schwierigkeiten sowie eingesetzte Verstehensstrategien vergleichend für die beiden Aufgabenarten herausgearbeitet werden.
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftJournal fur Mathematik-Didaktik
Band41
Ausgabennummer2
Seiten (von - bis)237-266
Anzahl der Seiten30
ISSN0173-5322
DOIs
PublikationsstatusErschienen - 10.2020

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