Im Schatten des Vielfaltsdiskurses: Homogenität als kulturelle Fiktion und empirische Herausforderung

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Inmitten der Hochkunjunktur von Heterogenitäts-, Differenz- und Ungleichheitsforschung möchte ich im Folgenden nach Homogenität und Gleichheit fragen. Ich tue dies, weil beide Begriffshorizonte wechselseitig aufeinander verweisen, sich implizit gegenseitig befragen, derjenige der Gleichheit und Homogenität jedoch in neueren erziehungswissenschaftlichen Debatten kaum einmal ausbuchstabiert wird, jedenfalls nicht im Lichte der Heterogenitätsforschung (vgl. etwa Drerup und Fölling 2006; Liebau und Zirfas 2008). Gegenüber einer sehr beachtlichen Ausdifferenzierung des Forschungsfeldes um die Reproduktion sozialer Ungleichheit und die Doing-Difference-Prozesse in den Institutionen von Bildung und Erziehung (z. B. Diehm et al. 2013 sowie die Sammelbände von Budde 2013; Koller et al. 2014) bleibt in den erziehungswissenschaftlichen Debatten eigentümlich marginal die Frage, auf welche Vorstellungen von Gleichheit und Homogenität sich all die Differenz- und Heterogenitätsforschung und sie umgebenden Debatten beziehen und ob bzw. wie solche Vorstellungen sich im pädagogischen Feld verwirklichen.
OriginalspracheDeutsch
TitelDifferenz - Ungleichheit - Erziehungswissenschaft : Verhältnisbestimmungen im (Inter-)Disziplinären
Redakteure/-innenIsabell Diehm, Melanie Kuhn, Claudia Machold
Anzahl der Seiten16
ErscheinungsortWiesbaden
VerlagSpringer VS
Datum2017
Seiten123-138
ISBN (Print)978-3-658-10515-0
ISBN (elektronisch)978-3-658-10516-7
DOIs
PublikationsstatusErschienen - 2017

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