Familienhebammen als Mütterhebammen

Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeForschungbegutachtet

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Familienhebammen als Mütterhebammen. / Rettig, Hanna; Schröder, Julia; Zeller, Maren.
in: Soziale Passagen, Jahrgang 9, Nr. 2, 2017, S. 365-380.

Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeForschungbegutachtet

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Rettig H, Schröder J, Zeller M. Familienhebammen als Mütterhebammen. Soziale Passagen. 2017;9(2):365-380. doi: 10.1007/s12592-017-0268-z

Bibtex

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title = "Familienhebammen als M{\"u}tterhebammen",
abstract = "Im Rahmen der Bundesinitiative Fr{\"u}he Hilfen werden seit 2006 fl{\"a}chendeckend Familienhebammen eingesetzt, die im Schnittfeld zwischen der Kinder- und Jugendhilfe und der Gesundheitsf{\"o}rderung agieren und damit die L{\"u}cke in der Versorgungsstruktur der unter Dreij{\"a}hrigen schlie{\ss}en sollen. Qua Bezeichnung und Konzeption sind Familienhebammen dabei nicht mehr nur f{\"u}r Mutter und Kind zust{\"a}ndig – ihre professionelle Perspektive erweitert sich auf die Gesamtfamilie, das hei{\ss}t, sie bezieht V{\"a}ter und andere prim{\"a}re Bezugspersonen mit ein. Aus empirischer Perspektive kann dies gleichwohl nicht als gegeben angenommen werden. Es muss vielmehr gefragt werden wie Familienhebammen Familie und damit ihre Zust{\"a}ndigkeit handelnd herstellen. Der folgende Artikel geht dieser Frage anhand der Analyse von ethnographischen Beobachtungsprotokollen zu Hausbesuchen, die aus einer Studie zum Handeln von Familienhebammen stammen, nach. Deutlich wird, dass Familienhebammen weniger Familie im Sinne der Konzeption, sondern vielmehr spezifische Formen von Mutterschaft herstellen, die sich als „Mother in the Making“ also als unfertige Mutterschaften beschreiben lassen und die durch die Familienhebamme in ihrer Mutterwerdung unterst{\"u}tzt werden. Familie wird so zu einer weiblichen Sorgebeziehung, die sich sowohl {\"u}ber Mutterschaft, als auch {\"u}ber Gro{\ss}mutterschaft nachzeichnen l{\"a}sst: Familienhebammen werden zu M{\"u}tterhebammen.",
keywords = "Sozialwesen, Fr{\"u}he Hilfen, Familienhebammen, (Professionelles) Handeln, Elternschaft, Mutterschaft, Soziologie",
author = "Hanna Rettig and Julia Schr{\"o}der and Maren Zeller",
note = "{\textcopyright} Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2017",
year = "2017",
doi = "10.1007/s12592-017-0268-z",
language = "Deutsch",
volume = "9",
pages = "365--380",
journal = "Soziale Passagen",
issn = "1867-0180",
publisher = "VS Verlag f{\"u}r Sozialwissenschaften",
number = "2",

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RIS

TY - JOUR

T1 - Familienhebammen als Mütterhebammen

AU - Rettig, Hanna

AU - Schröder, Julia

AU - Zeller, Maren

N1 - © Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2017

PY - 2017

Y1 - 2017

N2 - Im Rahmen der Bundesinitiative Frühe Hilfen werden seit 2006 flächendeckend Familienhebammen eingesetzt, die im Schnittfeld zwischen der Kinder- und Jugendhilfe und der Gesundheitsförderung agieren und damit die Lücke in der Versorgungsstruktur der unter Dreijährigen schließen sollen. Qua Bezeichnung und Konzeption sind Familienhebammen dabei nicht mehr nur für Mutter und Kind zuständig – ihre professionelle Perspektive erweitert sich auf die Gesamtfamilie, das heißt, sie bezieht Väter und andere primäre Bezugspersonen mit ein. Aus empirischer Perspektive kann dies gleichwohl nicht als gegeben angenommen werden. Es muss vielmehr gefragt werden wie Familienhebammen Familie und damit ihre Zuständigkeit handelnd herstellen. Der folgende Artikel geht dieser Frage anhand der Analyse von ethnographischen Beobachtungsprotokollen zu Hausbesuchen, die aus einer Studie zum Handeln von Familienhebammen stammen, nach. Deutlich wird, dass Familienhebammen weniger Familie im Sinne der Konzeption, sondern vielmehr spezifische Formen von Mutterschaft herstellen, die sich als „Mother in the Making“ also als unfertige Mutterschaften beschreiben lassen und die durch die Familienhebamme in ihrer Mutterwerdung unterstützt werden. Familie wird so zu einer weiblichen Sorgebeziehung, die sich sowohl über Mutterschaft, als auch über Großmutterschaft nachzeichnen lässt: Familienhebammen werden zu Mütterhebammen.

AB - Im Rahmen der Bundesinitiative Frühe Hilfen werden seit 2006 flächendeckend Familienhebammen eingesetzt, die im Schnittfeld zwischen der Kinder- und Jugendhilfe und der Gesundheitsförderung agieren und damit die Lücke in der Versorgungsstruktur der unter Dreijährigen schließen sollen. Qua Bezeichnung und Konzeption sind Familienhebammen dabei nicht mehr nur für Mutter und Kind zuständig – ihre professionelle Perspektive erweitert sich auf die Gesamtfamilie, das heißt, sie bezieht Väter und andere primäre Bezugspersonen mit ein. Aus empirischer Perspektive kann dies gleichwohl nicht als gegeben angenommen werden. Es muss vielmehr gefragt werden wie Familienhebammen Familie und damit ihre Zuständigkeit handelnd herstellen. Der folgende Artikel geht dieser Frage anhand der Analyse von ethnographischen Beobachtungsprotokollen zu Hausbesuchen, die aus einer Studie zum Handeln von Familienhebammen stammen, nach. Deutlich wird, dass Familienhebammen weniger Familie im Sinne der Konzeption, sondern vielmehr spezifische Formen von Mutterschaft herstellen, die sich als „Mother in the Making“ also als unfertige Mutterschaften beschreiben lassen und die durch die Familienhebamme in ihrer Mutterwerdung unterstützt werden. Familie wird so zu einer weiblichen Sorgebeziehung, die sich sowohl über Mutterschaft, als auch über Großmutterschaft nachzeichnen lässt: Familienhebammen werden zu Mütterhebammen.

KW - Sozialwesen

KW - Frühe Hilfen

KW - Familienhebammen

KW - (Professionelles) Handeln

KW - Elternschaft

KW - Mutterschaft

KW - Soziologie

UR - https://link.springer.com/journal/12592/volumes-and-issues/9-2

U2 - 10.1007/s12592-017-0268-z

DO - 10.1007/s12592-017-0268-z

M3 - Zeitschriftenaufsätze

VL - 9

SP - 365

EP - 380

JO - Soziale Passagen

JF - Soziale Passagen

SN - 1867-0180

IS - 2

ER -

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