Vom Ausgraben und Beerdigen der Fotografie. Memory Work und Archivkritik in den künstlerischen Arbeiten von Akram Zaatari

Aktivität: Vorträge und GastvorlesungenVorträge in anderen VeranstaltungenForschung

Rebecca John - Sprecher*in

Wenn das Symposium Ästhetik der Sichtbarkeit nach künstlerischen Strategien der Sichtbarmachung als Emanzipationsinstrument sowie nach künstlerischen Inszenierungen von Entzug und Verschwinden fragt, so ist Akram Zaataris Auseinandersetzung mit dem fotografischen Medium und dessen Archivierbarkeit im Kontext der libanesischen Geschichte ein eindrückliches Beispiel für die Zusammenführung dieser zwei Praktiken, die nur scheinbar einen Widerspruch darstellen: Sichtbarmachung und Entzug müssen bei dem 1966 in Saida geborenen und in Beirut lebenden Künstler und Filmemacher als zwei Seiten einer Medaille verstanden werden. Anhand eines Close-Reading zweiter Arbeiten möchte ich in diesem Vortrag das Spannungsverhältnis von Sichtbarmachung und Entzug im Komplex von Geschichte und Erinnerung als Raum künstlerischer Kritik verstehbar machen.
30.11.2020

Veranstaltung

Berliner Graduierten-Symposium für moderne und zeitgenössische Kunstgeschichte - 2020: Ästhetik der Sichtbarkeit

20.11.2021.11.20

Berlin, Deutschland

Veranstaltung: Workshop