Privatrechtstheorie heute

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Seit einiger Zeit reflektiert die Privatrechtswissenschaft wieder verstärkt über ihr
Verhältnis zur Grundlagenforschung und zu ihren Nachbardisziplinen. Dieses ge-
steigerte Interesse lässt sich etwa an der Themenwahl der letzten Tagung der Zivil-
rechtslehrervereinigung 2015, die unter dem Motto „Perspektiven des Privat-
rechts“1 stand, ablesen oder an dem Umstand, dass in den letzten Jahren vermehrt
Habilitationsschriften entstanden sind, die einen philosophisch, soziologisch oder
ökonomisch informierten Ansatz verfolgen. Damit reagiert die Rechtswissenschaft
auch auf die Analyse des Wissenschaftsrates, der eine Stärkung der grundlagenori-
entierten Forschung empfohlen hatte.

Vor diesem Hintergrund kamen 17 Rechtswissenschaftlerinnen und Rechtswissen-
schaftler auf Initiative von Grünberger, Universität Bayreuth, und Jansen, Univer-
sität Münster, am 12. und 13. Februar 2016 nach Münster, um sich im gemeinsa-
men Gespräch über Stand und Perspektiven der deutschen Privatrechtstheorie zu
vergewissern. Welche Themen interessieren die jüngere Privatrechtstheorie? Lassen
sich überhaupt Querschnittsthemen oder Trends ausmachen? Wie kann es gelin-
gen, die rechtstheoretische Forschung nach außen hin sichtbar zu machen, auch
damit sie in der Rechtsdogmatik prominenter aufgegriffen wird? Dies waren nur
einige Fragen, über die die Tagungsteilnehmer miteinander ins Gespräch kommen
sollten.
Original languageGerman
JournalRechtswissenschaft : Zeitschrift für rechtswissenschaftliche Forschung
Volume7
Issue number2
Pages (from-to)303-310
Number of pages8
ISSN1868-8098
DOIs
Publication statusPublished - 01.01.2016
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