Individuationskräfte: Metaphysik der Macht in Foucaults politischer Theorie

Research output: Contributions to collected editions/worksContributions to collected editions/anthologiesResearchpeer-review

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Individuationskräfte : Metaphysik der Macht in Foucaults politischer Theorie. / Andermann, Kerstin.

Foucault und das Politische. : Transdisziplinäre Impuls für die politische Theorie der Gegenwart. ed. / Oliver Marchart; Renate Martinsen. Wiesbaden : Springer VS, 2019. p. 111-135 (Politologische Aufklärung - konstruktivistische Perspektiven ).

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Andermann, K 2019, Individuationskräfte: Metaphysik der Macht in Foucaults politischer Theorie. in O Marchart & R Martinsen (eds), Foucault und das Politische. : Transdisziplinäre Impuls für die politische Theorie der Gegenwart. Politologische Aufklärung - konstruktivistische Perspektiven , Springer VS, Wiesbaden , pp. 111-135. https://doi.org/10.1007/978-3-658-22789-0_7

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Andermann, K. (2019). Individuationskräfte: Metaphysik der Macht in Foucaults politischer Theorie. In O. Marchart, & R. Martinsen (Eds.), Foucault und das Politische. : Transdisziplinäre Impuls für die politische Theorie der Gegenwart (pp. 111-135). (Politologische Aufklärung - konstruktivistische Perspektiven ). Springer VS. https://doi.org/10.1007/978-3-658-22789-0_7

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Andermann K. Individuationskräfte: Metaphysik der Macht in Foucaults politischer Theorie. In Marchart O, Martinsen R, editors, Foucault und das Politische. : Transdisziplinäre Impuls für die politische Theorie der Gegenwart. Wiesbaden : Springer VS. 2019. p. 111-135. (Politologische Aufklärung - konstruktivistische Perspektiven ). https://doi.org/10.1007/978-3-658-22789-0_7

Bibtex

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author = "Kerstin Andermann",
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language = "Deutsch",
isbn = "978-3-658-22788-3",
series = "Politologische Aufkl{\"a}rung - konstruktivistische Perspektiven ",
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booktitle = "Foucault und das Politische.",
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RIS

TY - CHAP

T1 - Individuationskräfte

T2 - Metaphysik der Macht in Foucaults politischer Theorie

AU - Andermann, Kerstin

PY - 2019

Y1 - 2019

N2 - Foucault wollte seine Analyse der Macht nicht in substanzialisierenden Begriffen einer Theorie verengen, sondern vielmehr ihre Spuren in praktischen Wirkungszusammenhängen nachvollziehen. Trotz seiner Ablehnung einer Theorie und damit auch einer Philosophie der Macht findet sich bei ihm aber eine durchaus schwerwiegende Bezugnahme auf das Machtdenken einer Tradition, die sich begriffsgeschichtlich vom aristotelischen Begriff der dynamis über den Begriff der potentia bis zu Nietzsches Wendung vom Willen zur Macht als einer metaphysischen Kraft rekonstruieren lässt. Von dieser Linie ausgehend wird Macht als eine dynamische Potenzialität verstehbar, die subjektivierend und objektivierend durch die Individuen hindurch geht und wie ein allgemeines Individuationsprinzip wirkt. Besonders in der Interpretation durch Gilles Deleuze ist deutlich geworden, dass Foucaults Begriff der Macht auch ein metaphysischer Begriff ist, durch den subjektivistische Verengungen aufgehoben und der immersive Charakter von Macht hervorgehoben werden kann. Von hier aus lässt sich zeigen, dass Foucaults Machtdenken zwischen spekulativer Weite, analytischer Genauigkeit und kritischem Anspruch changiert, und sich nach wie vor als höchst fruchtbar erweist, weil es die ganze Ambivalenz der Individuationsleistung von Macht aufzeigt und so eine spezifische Charakterisierung des Politischen ermöglicht.

AB - Foucault wollte seine Analyse der Macht nicht in substanzialisierenden Begriffen einer Theorie verengen, sondern vielmehr ihre Spuren in praktischen Wirkungszusammenhängen nachvollziehen. Trotz seiner Ablehnung einer Theorie und damit auch einer Philosophie der Macht findet sich bei ihm aber eine durchaus schwerwiegende Bezugnahme auf das Machtdenken einer Tradition, die sich begriffsgeschichtlich vom aristotelischen Begriff der dynamis über den Begriff der potentia bis zu Nietzsches Wendung vom Willen zur Macht als einer metaphysischen Kraft rekonstruieren lässt. Von dieser Linie ausgehend wird Macht als eine dynamische Potenzialität verstehbar, die subjektivierend und objektivierend durch die Individuen hindurch geht und wie ein allgemeines Individuationsprinzip wirkt. Besonders in der Interpretation durch Gilles Deleuze ist deutlich geworden, dass Foucaults Begriff der Macht auch ein metaphysischer Begriff ist, durch den subjektivistische Verengungen aufgehoben und der immersive Charakter von Macht hervorgehoben werden kann. Von hier aus lässt sich zeigen, dass Foucaults Machtdenken zwischen spekulativer Weite, analytischer Genauigkeit und kritischem Anspruch changiert, und sich nach wie vor als höchst fruchtbar erweist, weil es die ganze Ambivalenz der Individuationsleistung von Macht aufzeigt und so eine spezifische Charakterisierung des Politischen ermöglicht.

KW - Politikwissenschaft

KW - Philosophie

U2 - 10.1007/978-3-658-22789-0_7

DO - 10.1007/978-3-658-22789-0_7

M3 - Aufsätze in Sammelwerken

SN - 978-3-658-22788-3

T3 - Politologische Aufklärung - konstruktivistische Perspektiven

SP - 111

EP - 135

BT - Foucault und das Politische.

A2 - Marchart, Oliver

A2 - Martinsen, Renate

PB - Springer VS

CY - Wiesbaden

ER -