Gesundheitskompetenz und Gesundheit von Studierenden unter besonderer Betrachtung der Lehramtsstudierenden

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@article{b7db970a126946cda8396e6467ea5bd7,
title = "Gesundheitskompetenz und Gesundheit von Studierenden unter besonderer Betrachtung der Lehramtsstudierenden",
abstract = "HintergrundUngef{\"a}hr die H{\"a}lfte der Studierenden weist eine eingeschr{\"a}nkte Gesundheitskompetenz (GK) auf. Bislang werden Lehramtsstudierende in Studien zur GK selten adressiert. Im Kontext von Pr{\"a}vention und Gesundheitsf{\"o}rderung erscheint dies aber ein bedeutsames Thema f{\"u}r die Lehrkr{\"a}fteausbildung zu sein.Ziel der ArbeitErfassung, Vergleich, Zusammenh{\"a}nge und deren Analyse bezogen auf die erweiterten F{\"a}higkeiten der GK und des allgemeinen Gesundheitszustands von Lehramtsstudierenden (LS) und Nicht-Lehramtsstudierenden (NLS).Material und MethodeAn der Online-Erhebung haben 303 Masterstudierende (LS = 195/ NLS = 108) teilgenommen, die mittels Fragebogen die GK (nach Lenartz) und den allgemeinen Gesundheitszustand (nach WHO) erfasst hat. Die statische Auswertung ber{\"u}cksichtigte t‑Tests, Produkt-Moment-Korrelationen und multivariate Regressionsanalysen.ErgebnisseMit Ausnahme der Verantwortungs{\"u}bernahme weisen LS im Vergleich zu NLS signifikant h{\"o}here Werte in den {\"u}brigen F{\"a}higkeiten der GK auf. Die niedrigsten Auspr{\"a}gungen sind in beiden Gruppen in den F{\"a}higkeiten zur Selbstregulation (SR) sowie Kommunikation und Kooperation (KUK) zu verzeichnen. LS und NLS unterscheiden sich nicht-signifikant in Bezug auf den allgemeinen Gesundheitszustand. Knapp jeder dritte Studierende weist einen schlechten Gesundheitszustand auf. Bez{\"u}glich der Zusammenh{\"a}nge nimmt die F{\"a}higkeit zur SR eine vorgeordnete Rolle ein und stellt den statistisch st{\"a}rksten Pr{\"a}diktor dar.SchlussfolgerungDie Ergebnisse verdeutlichen die Bedeutung der GK f{\"u}r den allgemeinen Gesundheitszustand. Es lassen sich Interventionen ableiten, die die F{\"a}higkeiten zur SR und KUK f{\"o}rdern. Im Hochschulsetting sollten Rahmenbedingungen geschaffen werden, die die fr{\"u}hzeitige und stetige F{\"o}rderung der GK f{\"u}r Studierende erm{\"o}glichen, u. a. da die sp{\"a}teren Lehrkr{\"a}fte wichtige Multiplikatorenfunktionen aus{\"u}ben.",
keywords = "Gesundheitswissenschaften, Gesundheitskompetenz, Allgemeiner Gesundheitszustand, Studierende, Lehramtsstudierende, Online-Befragung, health literacy, General health status, students, Pre-Service teachers, Online Survey, Sportwissenschaften",
author = "Elena Hohensee and Stephan Schiemann",
year = "2021",
month = may,
day = "26",
doi = "10.1007/s11553-021-00849-6",
language = "Deutsch",
journal = "Pr{\"a}vention und Gesundheitsf{\"o}rderung",
issn = "1861-6755",
publisher = "Springer Medizin Verlag ",

}

RIS

TY - JOUR

T1 - Gesundheitskompetenz und Gesundheit von Studierenden unter besonderer Betrachtung der Lehramtsstudierenden

AU - Hohensee, Elena

AU - Schiemann, Stephan

PY - 2021/5/26

Y1 - 2021/5/26

N2 - HintergrundUngefähr die Hälfte der Studierenden weist eine eingeschränkte Gesundheitskompetenz (GK) auf. Bislang werden Lehramtsstudierende in Studien zur GK selten adressiert. Im Kontext von Prävention und Gesundheitsförderung erscheint dies aber ein bedeutsames Thema für die Lehrkräfteausbildung zu sein.Ziel der ArbeitErfassung, Vergleich, Zusammenhänge und deren Analyse bezogen auf die erweiterten Fähigkeiten der GK und des allgemeinen Gesundheitszustands von Lehramtsstudierenden (LS) und Nicht-Lehramtsstudierenden (NLS).Material und MethodeAn der Online-Erhebung haben 303 Masterstudierende (LS = 195/ NLS = 108) teilgenommen, die mittels Fragebogen die GK (nach Lenartz) und den allgemeinen Gesundheitszustand (nach WHO) erfasst hat. Die statische Auswertung berücksichtigte t‑Tests, Produkt-Moment-Korrelationen und multivariate Regressionsanalysen.ErgebnisseMit Ausnahme der Verantwortungsübernahme weisen LS im Vergleich zu NLS signifikant höhere Werte in den übrigen Fähigkeiten der GK auf. Die niedrigsten Ausprägungen sind in beiden Gruppen in den Fähigkeiten zur Selbstregulation (SR) sowie Kommunikation und Kooperation (KUK) zu verzeichnen. LS und NLS unterscheiden sich nicht-signifikant in Bezug auf den allgemeinen Gesundheitszustand. Knapp jeder dritte Studierende weist einen schlechten Gesundheitszustand auf. Bezüglich der Zusammenhänge nimmt die Fähigkeit zur SR eine vorgeordnete Rolle ein und stellt den statistisch stärksten Prädiktor dar.SchlussfolgerungDie Ergebnisse verdeutlichen die Bedeutung der GK für den allgemeinen Gesundheitszustand. Es lassen sich Interventionen ableiten, die die Fähigkeiten zur SR und KUK fördern. Im Hochschulsetting sollten Rahmenbedingungen geschaffen werden, die die frühzeitige und stetige Förderung der GK für Studierende ermöglichen, u. a. da die späteren Lehrkräfte wichtige Multiplikatorenfunktionen ausüben.

AB - HintergrundUngefähr die Hälfte der Studierenden weist eine eingeschränkte Gesundheitskompetenz (GK) auf. Bislang werden Lehramtsstudierende in Studien zur GK selten adressiert. Im Kontext von Prävention und Gesundheitsförderung erscheint dies aber ein bedeutsames Thema für die Lehrkräfteausbildung zu sein.Ziel der ArbeitErfassung, Vergleich, Zusammenhänge und deren Analyse bezogen auf die erweiterten Fähigkeiten der GK und des allgemeinen Gesundheitszustands von Lehramtsstudierenden (LS) und Nicht-Lehramtsstudierenden (NLS).Material und MethodeAn der Online-Erhebung haben 303 Masterstudierende (LS = 195/ NLS = 108) teilgenommen, die mittels Fragebogen die GK (nach Lenartz) und den allgemeinen Gesundheitszustand (nach WHO) erfasst hat. Die statische Auswertung berücksichtigte t‑Tests, Produkt-Moment-Korrelationen und multivariate Regressionsanalysen.ErgebnisseMit Ausnahme der Verantwortungsübernahme weisen LS im Vergleich zu NLS signifikant höhere Werte in den übrigen Fähigkeiten der GK auf. Die niedrigsten Ausprägungen sind in beiden Gruppen in den Fähigkeiten zur Selbstregulation (SR) sowie Kommunikation und Kooperation (KUK) zu verzeichnen. LS und NLS unterscheiden sich nicht-signifikant in Bezug auf den allgemeinen Gesundheitszustand. Knapp jeder dritte Studierende weist einen schlechten Gesundheitszustand auf. Bezüglich der Zusammenhänge nimmt die Fähigkeit zur SR eine vorgeordnete Rolle ein und stellt den statistisch stärksten Prädiktor dar.SchlussfolgerungDie Ergebnisse verdeutlichen die Bedeutung der GK für den allgemeinen Gesundheitszustand. Es lassen sich Interventionen ableiten, die die Fähigkeiten zur SR und KUK fördern. Im Hochschulsetting sollten Rahmenbedingungen geschaffen werden, die die frühzeitige und stetige Förderung der GK für Studierende ermöglichen, u. a. da die späteren Lehrkräfte wichtige Multiplikatorenfunktionen ausüben.

KW - Gesundheitswissenschaften

KW - Gesundheitskompetenz

KW - Allgemeiner Gesundheitszustand

KW - Studierende

KW - Lehramtsstudierende

KW - Online-Befragung

KW - health literacy

KW - General health status

KW - students

KW - Pre-Service teachers

KW - Online Survey

KW - Sportwissenschaften

UR - http://www.scopus.com/inward/record.url?scp=85106521829&partnerID=8YFLogxK

U2 - 10.1007/s11553-021-00849-6

DO - 10.1007/s11553-021-00849-6

M3 - Zeitschriftenaufsätze

AN - SCOPUS:85106521829

JO - Prävention und Gesundheitsförderung

JF - Prävention und Gesundheitsförderung

SN - 1861-6755

ER -

DOI