Zeitliches Existenzminimum: Zur Rekonstruktion des verfassungsrechtlichen Existenzminimums unter Berücksichtigung von Zeit als Voraussetzung menschenwürdiger Existenz

Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeForschungbegutachtet

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@article{a6af56045f944ea78d2f3902f05e0e62,
title = "Zeitliches Existenzminimum: Zur Rekonstruktion des verfassungsrechtlichen Existenzminimums unter Ber{\"u}cksichtigung von Zeit als Voraussetzung menschenw{\"u}rdiger Existenz",
abstract = "Der Beitrag entwickelt das Konzept eines zeitlichen Existenzminimums als notwendige Auspr{\"a}gung des bislang nur in seiner monet{\"a}ren Dimension anerkanntenverfassungsrechtlichen Existenzminimums. Denn um die anerkannten Zwecke desExistenzminimums, Schutz der physischen Existenz und der sozialen Teilhabe,zu erreichen, braucht es nicht nur Geld, sondern auch Zeit: So ist die physischeExistenz gef{\"a}hrdet, wenn Zeit f{\"u}r Schlaf fehlt, und die soziale Teilhabe eingeschr{\"a}nkt, wenn es an Zeit f{\"u}r politische Partizipation mangelt. Der Beitrag ist invier inhaltliche Abschnitte gegliedert. Er beginnt mit einer Analyse, wie die Verteilung von Zeit gesellschaftliche Machtverh{\"a}ltnisse widerspiegelt. Sodann bietet ereinen rechtstheoretischen Zugriff auf das Verst{\"a}ndnis von Zeit in der Rechtswissenschaft. Darauf aufbauend erl{\"a}utert er die Konstruktion eines auf der Verfassungberuhenden zeitlichen Existenzminimums, das ein Mindestma{\ss} frei verf{\"u}gbarerZeit sch{\"u}tzt. Im letzten Teil er{\"o}rtert er die m{\"o}gliche einfachrechtliche de lege ferenda Umsetzung, etwa auf individueller Ebene durch Ausweitung des Anspruchs aufKinderbetreuung und auf kollektiver Ebene durch zeitsensible Stadtplanung.",
author = "Alice Bertram",
year = "2025",
month = nov,
doi = "10.5771/1868-8098-2025-1-69",
language = "Deutsch",
volume = "16",
pages = "69--99",
journal = "Rechtswissenschaft : Zeitschrift f{\"u}r rechtswissenschaftliche Forschung",
issn = "1868-8098",
publisher = "Nomos Verlagsgesellschaft",
number = "1",

}

RIS

TY - JOUR

T1 - Zeitliches Existenzminimum

T2 - Zur Rekonstruktion des verfassungsrechtlichen Existenzminimums unter Berücksichtigung von Zeit als Voraussetzung menschenwürdiger Existenz

AU - Bertram, Alice

PY - 2025/11

Y1 - 2025/11

N2 - Der Beitrag entwickelt das Konzept eines zeitlichen Existenzminimums als notwendige Ausprägung des bislang nur in seiner monetären Dimension anerkanntenverfassungsrechtlichen Existenzminimums. Denn um die anerkannten Zwecke desExistenzminimums, Schutz der physischen Existenz und der sozialen Teilhabe,zu erreichen, braucht es nicht nur Geld, sondern auch Zeit: So ist die physischeExistenz gefährdet, wenn Zeit für Schlaf fehlt, und die soziale Teilhabe eingeschränkt, wenn es an Zeit für politische Partizipation mangelt. Der Beitrag ist invier inhaltliche Abschnitte gegliedert. Er beginnt mit einer Analyse, wie die Verteilung von Zeit gesellschaftliche Machtverhältnisse widerspiegelt. Sodann bietet ereinen rechtstheoretischen Zugriff auf das Verständnis von Zeit in der Rechtswissenschaft. Darauf aufbauend erläutert er die Konstruktion eines auf der Verfassungberuhenden zeitlichen Existenzminimums, das ein Mindestmaß frei verfügbarerZeit schützt. Im letzten Teil erörtert er die mögliche einfachrechtliche de lege ferenda Umsetzung, etwa auf individueller Ebene durch Ausweitung des Anspruchs aufKinderbetreuung und auf kollektiver Ebene durch zeitsensible Stadtplanung.

AB - Der Beitrag entwickelt das Konzept eines zeitlichen Existenzminimums als notwendige Ausprägung des bislang nur in seiner monetären Dimension anerkanntenverfassungsrechtlichen Existenzminimums. Denn um die anerkannten Zwecke desExistenzminimums, Schutz der physischen Existenz und der sozialen Teilhabe,zu erreichen, braucht es nicht nur Geld, sondern auch Zeit: So ist die physischeExistenz gefährdet, wenn Zeit für Schlaf fehlt, und die soziale Teilhabe eingeschränkt, wenn es an Zeit für politische Partizipation mangelt. Der Beitrag ist invier inhaltliche Abschnitte gegliedert. Er beginnt mit einer Analyse, wie die Verteilung von Zeit gesellschaftliche Machtverhältnisse widerspiegelt. Sodann bietet ereinen rechtstheoretischen Zugriff auf das Verständnis von Zeit in der Rechtswissenschaft. Darauf aufbauend erläutert er die Konstruktion eines auf der Verfassungberuhenden zeitlichen Existenzminimums, das ein Mindestmaß frei verfügbarerZeit schützt. Im letzten Teil erörtert er die mögliche einfachrechtliche de lege ferenda Umsetzung, etwa auf individueller Ebene durch Ausweitung des Anspruchs aufKinderbetreuung und auf kollektiver Ebene durch zeitsensible Stadtplanung.

U2 - 10.5771/1868-8098-2025-1-69

DO - 10.5771/1868-8098-2025-1-69

M3 - Zeitschriftenaufsätze

VL - 16

SP - 69

EP - 99

JO - Rechtswissenschaft : Zeitschrift für rechtswissenschaftliche Forschung

JF - Rechtswissenschaft : Zeitschrift für rechtswissenschaftliche Forschung

SN - 1868-8098

IS - 1

ER -

DOI