Die nichtfinanzielle Erklärung und die Diversity-Berichterstattung nach dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz: Auf dem Weg zur "Sustainable Corporate Governance"?

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In den EU-Mitgliedstaaten erfährt die Berichterstattung über sog. „nonfinancials“ (z.B. corporate governance, diversity, corporate social responsibility (CSR)) nach den negativen Erfahrungen der Finanzkrise 2008/09 eine erhöhte Aufmerksamkeit in Forschung und Praxis. Mit der sog. „CSR-Richtlinie“ (2014/95/EU) und der Transformation in nationales Recht wurde zum Ausdruck gebracht, dass die klassische Finanzberichterstattung nicht mehr ausreicht, um die steigenden Informationsansprüche der Stakeholder zu befriedigen. Mit zeitlicher Verzögerung hat der Bundestag am 10.03.2017 das Gesetz zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen in ihren Lage- und Konzernlageberichten (CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz) beschlossen. Bestimmte große Unternehmen, Kreditinstitute sowie Versicherungsunternehmen müssen erstmalig für ab dem 01. Januar 2017 beginnende Geschäftsjahre eine nichtfinanzielle Erklärung veröffentlichen. Die nichtfinanzielle Erklärung kann entweder in den (Konzern-)Lagebericht integriert werden oder in einem eigenständigen Nachhaltigkeitsbericht aufgehen. Zudem wird die Diversity-Berichterstattung in der Erklärung zur Unternehmensführung ausgeweitet. Der vorliegende Beitrag nimmt eine erste Bestandsaufnahme des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes und eine kritische Würdigung vor.
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftSteuern und Bilanzen
Band19
Ausgabennummer8
Seiten (von - bis)293-298
Anzahl der Seiten6
ISSN1615-8024
PublikationsstatusErschienen - 2017

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