Zeit- und Einkommensarmut von Selbständigen als Freiberufler und Unternehmer: Ein Beitrag zu interdependenter multidimensionaler Armut und zu den "working poor"

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title = "Zeit- und Einkommensarmut von Selbst{\"a}ndigen als Freiberufler und Unternehmer: Ein Beitrag zu interdependenter multidimensionaler Armut und zu den {"}working poor{"}",
abstract = "Fundierte Informationen {\"u}ber den Lebensstandard, die Einkommens- und Zeitsituation von Selbst{\"a}ndigen – als Freiberufler und Unternehmer (Gewerbetreibende) – sind {\"a}u{\ss}erst rar, obwohl diese Gruppe der Erwerbst{\"a}tigen eine besondere Bedeutung als „Motor der Wirtschaft“ zugesprochen wird. Unsere Studie ist dazu ein Beitrag und untersucht die Wohlfahrtssituation von Selbst{\"a}ndigen, indem nicht nur nach der Einkommensarmut gefragt wird, sondern auch Zeitarmut im Rahmen eines neuen interdependenten multidimensionalen Armutskonzepts Ber{\"u}cksichtigung findet. Datenbasis ist einerseits das Sozio-oekonomische Panel f{\"u}r die bev{\"o}lkerungsrepr{\"a}sentative Bewertung der Kompensierung/Substitutionalit{\"a}t zwischen genuiner, pers{\"o}nlicher Freizeit und Einkommen als auch die beiden Zeitbudgeterhebungen 1992/92 und 2001/02 des Statistischen Bundesamtes. Zentrales Ergebnis: Selbst{\"a}ndige sind hinsichtlich alleiniger Einkommensarmut, alleiniger Zeitarmut und interdependenter multidimensionaler Zeit- und Einkommensarmut in beiden Jahren weit st{\"a}rker betroffen als alle anderen Erwerbst{\"a}tigen. Ein erheblicher Anteil von nichteinkommensarmen, aber zeitarmen Erwerbst{\"a}tigen generell und Selbst{\"a}ndige im Besonderen ist nicht in der Lage, ihr Zeitdefizit durch ihr Einkommen zu kompensieren. In der multivariaten Erkl{\"a}rung des interdependenten multidimensionalen (IMD) Zeit- und Einkommensarmutsrisikos (Probit-Analyse) hat sich die famili{\"a}re Situation mit zunehmender Kinderzahl als signifikantes Erkl{\"a}rungsmuster, und zwar sowohl f{\"u}r Alleinerziehende als auch f{\"u}r Paare, herausgestellt. Zeit- und einkommensarme Personen werden damit sowohl in der Armuts- und Wohlfahrtsdiskussion, in der Diskussion um die „woorking poor“ als auch in den Diskussionen um Zeitstress und Zeitdruck bisher generell, und f{\"u}r die Selbst{\"a}ndigen insbesondere, unzul{\"a}ssigerweise vernachl{\"a}ssigt.Read More: http://ejournals.duncker-humblot.de/doi/abs/10.3790/vjh.80.4.51?journalCode=vjh",
keywords = "Volkswirtschaftslehre",
author = "Joachim Merz and Tim Rathjen",
note = "Name des Vierteljahresheftes: Ungleichheitsentwicklungen und Verteilungsspielr{\"a}ume",
year = "2011",
month = mar,
day = "29",
doi = "10.3790/vjh.80.4.51",
language = "Deutsch",
volume = "80",
pages = "51--76",
journal = "Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung",
issn = "0340-1707",
publisher = "Duncker & Humblot GmbH",
number = "4",

}

RIS

TY - JOUR

T1 - Zeit- und Einkommensarmut von Selbständigen als Freiberufler und Unternehmer

T2 - Ein Beitrag zu interdependenter multidimensionaler Armut und zu den "working poor"

AU - Merz, Joachim

AU - Rathjen, Tim

N1 - Name des Vierteljahresheftes: Ungleichheitsentwicklungen und Verteilungsspielräume

PY - 2011/3/29

Y1 - 2011/3/29

N2 - Fundierte Informationen über den Lebensstandard, die Einkommens- und Zeitsituation von Selbständigen – als Freiberufler und Unternehmer (Gewerbetreibende) – sind äußerst rar, obwohl diese Gruppe der Erwerbstätigen eine besondere Bedeutung als „Motor der Wirtschaft“ zugesprochen wird. Unsere Studie ist dazu ein Beitrag und untersucht die Wohlfahrtssituation von Selbständigen, indem nicht nur nach der Einkommensarmut gefragt wird, sondern auch Zeitarmut im Rahmen eines neuen interdependenten multidimensionalen Armutskonzepts Berücksichtigung findet. Datenbasis ist einerseits das Sozio-oekonomische Panel für die bevölkerungsrepräsentative Bewertung der Kompensierung/Substitutionalität zwischen genuiner, persönlicher Freizeit und Einkommen als auch die beiden Zeitbudgeterhebungen 1992/92 und 2001/02 des Statistischen Bundesamtes. Zentrales Ergebnis: Selbständige sind hinsichtlich alleiniger Einkommensarmut, alleiniger Zeitarmut und interdependenter multidimensionaler Zeit- und Einkommensarmut in beiden Jahren weit stärker betroffen als alle anderen Erwerbstätigen. Ein erheblicher Anteil von nichteinkommensarmen, aber zeitarmen Erwerbstätigen generell und Selbständige im Besonderen ist nicht in der Lage, ihr Zeitdefizit durch ihr Einkommen zu kompensieren. In der multivariaten Erklärung des interdependenten multidimensionalen (IMD) Zeit- und Einkommensarmutsrisikos (Probit-Analyse) hat sich die familiäre Situation mit zunehmender Kinderzahl als signifikantes Erklärungsmuster, und zwar sowohl für Alleinerziehende als auch für Paare, herausgestellt. Zeit- und einkommensarme Personen werden damit sowohl in der Armuts- und Wohlfahrtsdiskussion, in der Diskussion um die „woorking poor“ als auch in den Diskussionen um Zeitstress und Zeitdruck bisher generell, und für die Selbständigen insbesondere, unzulässigerweise vernachlässigt.Read More: http://ejournals.duncker-humblot.de/doi/abs/10.3790/vjh.80.4.51?journalCode=vjh

AB - Fundierte Informationen über den Lebensstandard, die Einkommens- und Zeitsituation von Selbständigen – als Freiberufler und Unternehmer (Gewerbetreibende) – sind äußerst rar, obwohl diese Gruppe der Erwerbstätigen eine besondere Bedeutung als „Motor der Wirtschaft“ zugesprochen wird. Unsere Studie ist dazu ein Beitrag und untersucht die Wohlfahrtssituation von Selbständigen, indem nicht nur nach der Einkommensarmut gefragt wird, sondern auch Zeitarmut im Rahmen eines neuen interdependenten multidimensionalen Armutskonzepts Berücksichtigung findet. Datenbasis ist einerseits das Sozio-oekonomische Panel für die bevölkerungsrepräsentative Bewertung der Kompensierung/Substitutionalität zwischen genuiner, persönlicher Freizeit und Einkommen als auch die beiden Zeitbudgeterhebungen 1992/92 und 2001/02 des Statistischen Bundesamtes. Zentrales Ergebnis: Selbständige sind hinsichtlich alleiniger Einkommensarmut, alleiniger Zeitarmut und interdependenter multidimensionaler Zeit- und Einkommensarmut in beiden Jahren weit stärker betroffen als alle anderen Erwerbstätigen. Ein erheblicher Anteil von nichteinkommensarmen, aber zeitarmen Erwerbstätigen generell und Selbständige im Besonderen ist nicht in der Lage, ihr Zeitdefizit durch ihr Einkommen zu kompensieren. In der multivariaten Erklärung des interdependenten multidimensionalen (IMD) Zeit- und Einkommensarmutsrisikos (Probit-Analyse) hat sich die familiäre Situation mit zunehmender Kinderzahl als signifikantes Erklärungsmuster, und zwar sowohl für Alleinerziehende als auch für Paare, herausgestellt. Zeit- und einkommensarme Personen werden damit sowohl in der Armuts- und Wohlfahrtsdiskussion, in der Diskussion um die „woorking poor“ als auch in den Diskussionen um Zeitstress und Zeitdruck bisher generell, und für die Selbständigen insbesondere, unzulässigerweise vernachlässigt.Read More: http://ejournals.duncker-humblot.de/doi/abs/10.3790/vjh.80.4.51?journalCode=vjh

KW - Volkswirtschaftslehre

U2 - 10.3790/vjh.80.4.51

DO - 10.3790/vjh.80.4.51

M3 - Zeitschriftenaufsätze

VL - 80

SP - 51

EP - 76

JO - Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung

JF - Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung

SN - 0340-1707

IS - 4

ER -

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