X Machina and the World of Tomorrow: Kino Kommunismus Wunschmaschinen

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LA SORTIE DES USINES LUMIÈRE À LYON-MONT-
PLAISIR (1895)
Lumières Film markiert symbolisch den Anfang der
Filmgeschichte. Er zeigt die Arbeiter beim Verlassen der Fa-
brik. Das Kino als Traumfabrik ist schon immer das Verlas-
sen der Fabrik, eine Bewegung der doppelten Exteriorität,
die begrifflich sowohl ein Außen als auch eine Oberfläche
bezeichnet; das Hinausweisen über etwas und die Ober-
fläche der äußeren Wirklichkeit auf der Kinoleinwand.
Das Kino mag historisch an den Kapitalismus in seiner
spektakulären Form gebunden sein. Dennoch wollen wir es
nicht nur als beispielhaft für den Amüsierbetrieb im Fordis-
mus betrachten, sondern es als eine unstillbare Wunschma-
schine anvisieren. Wir möchten im Folgenden zeigen, dass
aufgrund seiner ästhetischen Wahrnehmungsanordnung
das Kino das Potenzial innehat, die Wünschbarkeit der Sub-
jekte zu erweitern und damit eine »Simulation des Begeh-
rens« zu sekundieren weiß, die seine historische Situiertheit
transzendiert und auf ein anderes Begehren hindeutet.
Original languageGerman
JournalDiskus
Volume5
Issue number2
Pages (from-to)37-43
Number of pages7
ISSN0012-3730
Publication statusPublished - 2005

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