Kohleverstromung gefährdet Klimaschutzziele: Der Handlungsbedarf ist hoch

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Kohlekraftwerke verursachen etwa ein Drittel des Kohlendioxidausstoßes in Deutschland. Wird das weiterhin hohe Niveau der Kohleverstromung zukünftig nicht gesenkt, sind nicht nur die deutschen Klimaschutzziele für die Jahre 2020 und 2050 gefährdet, sondern auch die nachhaltige Energiewende. Berechnungen des DIW Berlin sowie andere Fachexpertisen belegen, dass speziell die Braunkohle auf längere Sicht für das deutsche Energiesystem nicht mehr systemrelevant ist. Sollten die Preise für CO2-Zertifikate im europäischen Emissionshandelssystem aber auf absehbare Zeit nicht erheblich steigen, ist ein marktgetriebener Übergang von Kohle zu weniger CO2-intensiven Energieträgern wie Erdgas nicht zu erwarten. Derzeit werden verschiedene Optionen diskutiert, die die Kohleverstromung verringern könnten. Dazu zählen neben der Reform des Emissionsrechtehandels auch Mindestwirkungsgrade oder Flexibilitätsanforderungen, nationale Mindestpreise für CO2-Zertifikate, Kapazitätsmechanismen, Restemissionsmengen für Kohlekraftwerke und CO2-Grenzwerte sowie die Anpassung des Netzentwicklungsplans. Solche Vorschläge beziehen sich sowohl auf den Neubau von Kraftwerken als auch auf den Betrieb bestehender Kohlekraftwerke.
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftDIW Wochenbericht
Jahrgang81
Ausgabenummer26
Seiten (von - bis)603-612
Anzahl der Seiten10
ISSN0012-1304
PublikationsstatusErschienen - 2014
Extern publiziertJa

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