Intensity of Time and Income Interdependent Multidimensional Poverty: Well-Being and Minimum 2DGAP - German Evidence

Publikation: Arbeits- oder Diskussionspapiere und BerichteArbeits- oder Diskussionspapiere

Authors

Die Erweiterung des traditionellen einkommensbasierten Armutskonzepts durch multidimensionale Armutsansätze hat in den letzten Jahren wachsendes Interesse gefunden. Die vorliegende Studie liefert dazu einen Beitrag mit einer Analyse der Intensität interdependenter multidimensionaler (IMD) Armut mit Zeit und Einkommen als Armutsdimensionen. Die Interdependenz der multiplen Armutsdimensionen wird unter dem strengen Fokus Axiom (union
approach) und dem schwachen Fokus Axiom (compensation approach) bei der Intensitätsanalyse explizit berücksichtigt. Zusätzlich zu verschiedenen Maßen der Armutslücke, einschließlich der multidimensionalen Wohlfahrtslücke, schlagen wir erstmals eine minimale multidimensionale Armutslücke (2DGAP) vor.
Um den „Capability“ Ansatz von Sen mit seiner sozialen Teilhabe zu berücksichtigen verwenden wir in der Zeitdimension die eigene persönliche Freizeit, deren Einschränkung im Besonderen eine soziale Teilhabe vermindert. Basierend auf eine CES Wohlfahrtsfunktion und einer multidimensionalen Armutsgrenze, die von der deutschen Bevölkerung mit dem Sozio-ökonomischen Panel geschätzt wird, wird die individuelle Armutsintensität der arbeitenden Bevölkerung für verschiedene Regime multipler Armut analysiert. Dafür verwenden wir die verfügbaren Zeittagebücher der deutschen Zeitbudgetstudien 1991/92 und 2001/02. Indem wir die arbeitende Bevölkerung betrachten ist diese Studie zugleich ein Beitrag zur Armutssituation der ‚working poor’. Alle empirischen Resultate, einschließlich der mikroökonometrischen Heckman Schätzung der minimalen IMD Armutslücke (2DGAP) und des IMD Armutsrisikos, verweisen auf die übergreifende Bedeutung der Zeitdimension mit ihrem sozialen Partizipationsaspekt innerhalb eines interdependenten multidimensionalen Zeit und Einkommensansatzes. Eine wichtige Dimension würde in der Armutsdiskussion und in der zielorientierten Armutspolitik außer
Acht gelassen, wenn nicht Zeit zusätzlich zu Einkommen berücksichtigt wird.
OriginalspracheEnglisch
ErscheinungsortLüneburg
VerlagForschungsinstitut Freie Berufe
Anzahl der Seiten42
PublikationsstatusErschienen - 09.2011

    Fachgebiete

  • Empirische Wirtschaftsforschung/Statistik - Intensität von Zeit und Einkommensarmut, interdependete multidimensionale Zeit und Einkommensarmut, Vereinigungs- und Kompensationsansatz, minimale multidimensionale Armutslücke (2DGAP), erweiterte ökonomische Wohlfahrt, Zufriedenheit/Glück, CES-Wohlfahrtsfunktion, arme Erwwerbstätige ("working poor"), Deutsches Sozio-ökonomisches Panel, Deutsche Zeitbudgeterhebung 2001/02
  • Gender und Diversity

Zugehörige Projekte

  • Zeit- und Einkommensarmut – Zur Dynamik eines multidimensionalen interdependenten Armutsansatzes

    Projekt: Forschung

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