Inanspruchnahme von gesundheitsfördernden und präventiven Angeboten für Menschen mit Migrationshintergrund: Eine qualitative Studie mit Fachkräften von Migrant:innenselbstorganisationen

Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeForschungbegutachtet

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Inanspruchnahme von gesundheitsfördernden und präventiven Angeboten für Menschen mit Migrationshintergrund : Eine qualitative Studie mit Fachkräften von Migrant:innenselbstorganisationen. / Dingoyan, Demet; Metzner, Franka; Usko, Nicole; Krause, Nina Ricarda; Kofahl, Christopher.

in: Pravention und Gesundheitsforderung, 03.11.2021.

Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeForschungbegutachtet

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@article{6acf27a288a44cf483823d2169369a28,
title = "Inanspruchnahme von gesundheitsf{\"o}rdernden und pr{\"a}ventiven Angeboten f{\"u}r Menschen mit Migrationshintergrund: Eine qualitative Studie mit Fachkr{\"a}ften von Migrant:innenselbstorganisationen",
abstract = "Ziel der StudieMenschen mit Migrationshintergrund bilden eine heterogene Bev{\"o}lkerungsgruppe, die sich in Bezug auf Gesundheitszustand und Gesundheitsverhalten, z. B. hinsichtlich der geringeren Inanspruchnahme von gesundheitsf{\"o}rdernden und pr{\"a}ventiven Ma{\ss}nahmen, von der Bev{\"o}lkerung ohne Migrationshintergrund unterscheidet. Die Studie untersucht Anliegen sowie hinderliche und f{\"o}rderliche Faktoren, die die Inanspruchnahme von gesundheitsf{\"o}rdernden und pr{\"a}ventiven Angeboten durch Menschen mit Migrationshintergrund beeinflussen.MethodikProblemzentrierte Expert:inneninterviews mit sieben Fachkr{\"a}ften von Migrant:innenselbstorganisationen in Deutschland wurden durchgef{\"u}hrt und mithilfe einer strukturierenden Inhaltsanalyse ausgewertet.ErgebnisseAls hinderliche Faktoren in der Inanspruchnahme gesundheitsf{\"o}rdernder und pr{\"a}ventiver Ma{\ss}nahmen durch Menschen mit Migrationshintergrund zeigten sich insbesondere existenzielle N{\"o}te, mangelndes Vertrauen, kulturelle Barrieren, Kommunikationsprobleme, Wissensdefizite, Schamgef{\"u}hle sowie Diskriminierungserfahrungen. Die Expert:innen betonten die Bedeutung niedrigschwelliger Angebote, kultursensibler {\"O}ffentlichkeitsarbeit und einer guten Vernetzung mit den „Communities“.SchlussfolgerungenDie Ergebnisse best{\"a}tigen bekannte Herausforderungen und liefern dar{\"u}ber hinaus weitere Hinweise zur gelingenden Umsetzung von gesundheitsf{\"o}rdernden und pr{\"a}ventiven Ma{\ss}nahmen f{\"u}r Menschen mit Migrationshintergrund.",
keywords = "Barriers, Health care, Migrants, Qualitative expert interviews, Refugees, Resources",
author = "Demet Dingoyan and Franka Metzner and Nicole Usko and Krause, {Nina Ricarda} and Christopher Kofahl",
note = "Dieser Artikel wurde im Rahmen des Modellprojekts „Bewusst-Gesund-Aktiv: Gesundheitsf{\"o}rderung f{\"u}r Migrant/-innen im Quartier“ verfasst. Das Projekt wird von den gesetzlichen Krankenkassen – vertreten durch den Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek), dem BKK Dachverband, der IKK, der Sozialversicherung f{\"u}r Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau sowie der Knappschaft – gef{\"o}rdert Funding. Open Access funding enabled and organized by Projekt DEAL",
year = "2021",
month = nov,
day = "3",
doi = "10.1007/s11553-021-00915-z",
language = "Deutsch",
journal = "Pr{\"a}vention und Gesundheitsf{\"o}rderung",
issn = "1861-6755",
publisher = "Springer Medizin Verlag ",

}

RIS

TY - JOUR

T1 - Inanspruchnahme von gesundheitsfördernden und präventiven Angeboten für Menschen mit Migrationshintergrund

T2 - Eine qualitative Studie mit Fachkräften von Migrant:innenselbstorganisationen

AU - Dingoyan, Demet

AU - Metzner, Franka

AU - Usko, Nicole

AU - Krause, Nina Ricarda

AU - Kofahl, Christopher

N1 - Dieser Artikel wurde im Rahmen des Modellprojekts „Bewusst-Gesund-Aktiv: Gesundheitsförderung für Migrant/-innen im Quartier“ verfasst. Das Projekt wird von den gesetzlichen Krankenkassen – vertreten durch den Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek), dem BKK Dachverband, der IKK, der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau sowie der Knappschaft – gefördert Funding. Open Access funding enabled and organized by Projekt DEAL

PY - 2021/11/3

Y1 - 2021/11/3

N2 - Ziel der StudieMenschen mit Migrationshintergrund bilden eine heterogene Bevölkerungsgruppe, die sich in Bezug auf Gesundheitszustand und Gesundheitsverhalten, z. B. hinsichtlich der geringeren Inanspruchnahme von gesundheitsfördernden und präventiven Maßnahmen, von der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund unterscheidet. Die Studie untersucht Anliegen sowie hinderliche und förderliche Faktoren, die die Inanspruchnahme von gesundheitsfördernden und präventiven Angeboten durch Menschen mit Migrationshintergrund beeinflussen.MethodikProblemzentrierte Expert:inneninterviews mit sieben Fachkräften von Migrant:innenselbstorganisationen in Deutschland wurden durchgeführt und mithilfe einer strukturierenden Inhaltsanalyse ausgewertet.ErgebnisseAls hinderliche Faktoren in der Inanspruchnahme gesundheitsfördernder und präventiver Maßnahmen durch Menschen mit Migrationshintergrund zeigten sich insbesondere existenzielle Nöte, mangelndes Vertrauen, kulturelle Barrieren, Kommunikationsprobleme, Wissensdefizite, Schamgefühle sowie Diskriminierungserfahrungen. Die Expert:innen betonten die Bedeutung niedrigschwelliger Angebote, kultursensibler Öffentlichkeitsarbeit und einer guten Vernetzung mit den „Communities“.SchlussfolgerungenDie Ergebnisse bestätigen bekannte Herausforderungen und liefern darüber hinaus weitere Hinweise zur gelingenden Umsetzung von gesundheitsfördernden und präventiven Maßnahmen für Menschen mit Migrationshintergrund.

AB - Ziel der StudieMenschen mit Migrationshintergrund bilden eine heterogene Bevölkerungsgruppe, die sich in Bezug auf Gesundheitszustand und Gesundheitsverhalten, z. B. hinsichtlich der geringeren Inanspruchnahme von gesundheitsfördernden und präventiven Maßnahmen, von der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund unterscheidet. Die Studie untersucht Anliegen sowie hinderliche und förderliche Faktoren, die die Inanspruchnahme von gesundheitsfördernden und präventiven Angeboten durch Menschen mit Migrationshintergrund beeinflussen.MethodikProblemzentrierte Expert:inneninterviews mit sieben Fachkräften von Migrant:innenselbstorganisationen in Deutschland wurden durchgeführt und mithilfe einer strukturierenden Inhaltsanalyse ausgewertet.ErgebnisseAls hinderliche Faktoren in der Inanspruchnahme gesundheitsfördernder und präventiver Maßnahmen durch Menschen mit Migrationshintergrund zeigten sich insbesondere existenzielle Nöte, mangelndes Vertrauen, kulturelle Barrieren, Kommunikationsprobleme, Wissensdefizite, Schamgefühle sowie Diskriminierungserfahrungen. Die Expert:innen betonten die Bedeutung niedrigschwelliger Angebote, kultursensibler Öffentlichkeitsarbeit und einer guten Vernetzung mit den „Communities“.SchlussfolgerungenDie Ergebnisse bestätigen bekannte Herausforderungen und liefern darüber hinaus weitere Hinweise zur gelingenden Umsetzung von gesundheitsfördernden und präventiven Maßnahmen für Menschen mit Migrationshintergrund.

KW - Barriers

KW - Health care

KW - Migrants

KW - Qualitative expert interviews

KW - Refugees

KW - Resources

UR - http://www.scopus.com/inward/record.url?scp=85118478789&partnerID=8YFLogxK

U2 - 10.1007/s11553-021-00915-z

DO - 10.1007/s11553-021-00915-z

M3 - Zeitschriftenaufsätze

AN - SCOPUS:85118478789

JO - Prävention und Gesundheitsförderung

JF - Prävention und Gesundheitsförderung

SN - 1861-6755

ER -

DOI