Clawback-Klauseln in Vorstandsvergütungsverträgen als effektives Corporate Governance-Instrument?: Empirische Evidenz und kritische Würdigung vor dem Hintergrund des ARUG II

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Das Thema nachhaltige Managementvergütung stellt spätestens seit der Finanzkrise 2008/09 einen Dauerbrenner in der öffentlichen Corporate Governance-Diskussion aus internationaler und nationaler Sicht dar. Neben der Kontroverse im Schrifttum bezüglich einer „angemesse-nen“ Höhe der Vorstandsgehälter („exzessive“ Vergütung und „Worker-to-pay-Ratio“) wird zunehmend auch die Struktur von Vorstandsvergütungsverträgen kritisch hinterfragt. Bereits seit dem Vorstandsvergütungsangemessenheitsgesetz (VorstAG) aus dem Jahre 2009 müssen Vorstände bei börsennotierten Aktiengesellschaften ihre variablen Vergütungsbestandteile auf einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung ausrichten. Die h.M. im Fachschrifttum unterstellte hierbei bislang eine zeitliche Interpretation der Nachhaltigkeit im Sinne einer langfristi-gen (mehrperiodigen) Bemessungsgrundlage. Die Regulierungsbemühungen der EU-Kommission zielen seit der letzten Dekade ebenfalls verstärkt darauf ab, Unternehmen des öffentlichen Interesses (Public Interest Entities - PIEs) in steigendem Maße dazu anzuhalten, eine inhaltliche Interpretation der Nachhaltigkeit vorzunehmen und soziale, umweltrelevante und Corporate Governance-bezogene Faktoren in die Unternehmenspolitik aufzunehmen.
OriginalspracheDeutsch
Aufsatznummer2
ZeitschriftDer Konzern : Zeitschrift für Gesellschaftsrecht, Steuerrecht, Bilanzrecht und Rechnungslegung der verbundenen Unternehmen
Band18
Ausgabennummer2
Seiten (von - bis)50-56
Anzahl der Seiten7
ISSN1611-2296
PublikationsstatusErschienen - 2020
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