Belastung von Krankenhausabwasser mit gefährlichen Stoffen im Sinne §7a WHG

Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeForschungbegutachtet

Authors

Es wurden 45 Krankenhausabwasserproben aus verschiedenen Bereichen (Gesamtabwasser, Pflegebereich und Laboratorien) auf chemische Parameter und mit biologischen Testverfahren (Daphnientest, Leuchtbakterientest, Ames-Test und Hamsterzelltest) untersucht. Parallel hierzu wurde der Verbrauch wichtiger abwasserrelevanter Produktgruppen bilanziert. Der Wasserverbrauch der Krankenhäuser streut in einem weiten Bereich und beeinflußt maßgeblich die Abwasserbeschaffenheit. Die Werte der chemischen Parameter lagen überwiegend in einem mit kommunalem Abwasser vergleichbaren Bereich. Die AOX Konzentrationen waren mit rd. 0.41 mg/L (Gesamtabwasser) bzw. 0.95 mg/L (Pflegebereich) deutlich erhöht. Die Bilanzierung ergab, daß jodhaltige Röntgenkontrastmittel einen großen Anteil an der AOX-Fracht von Krankenhausabwasser haben. Die Daphnien- und die Leuchtbakterientoxizität der Gesamtabwasser- und der Laborabwasserproben waren teilweise sehr hoch. Fünf von 23 Proben aus dem Klinischen Bereich und sieben von neun Laborabwasser proben erwiesen sich im Ames-Test bzw. Hamsterzelltest als eindeutig mutagen. Die Herkunft der Mutagenität konnte nicht eindeutig geklärt werden.
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftActa hydrochimica et hydrobiologica
Jahrgang24
Ausgabenummer2
Seiten (von - bis)90-97
Anzahl der Seiten8
ISSN0323-4320
DOIs
PublikationsstatusErschienen - 1996

    Fachgebiete

  • Belastung, Krankenhausabwasser, Hospital Waste Water, Bitest Methods, Toxicity, Mutagenicity, Adsorbable Organic Halogens, AOX, X-Ray Contrast Medium
  • Chemie

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