Professur für Digitale Kulturen
Organisation: Professur
Organisationsprofil
Der Begriff »Digitale Kulturen« bezeichnet den Umstand, dass unsere gegenwärtige Lage maßgeblich durch digitale, computergestützte und vernetzte Technologien strukturiert ist, die ihrerseits unter historisch-kontingenten Bedingungen entstanden sind und durch kulturelle Praktiken und menschliches Wissen geprägt wurden. Einerseits wirken digitale Medien der Verarbeitung, Speicherung und Übertragung von Daten also als transformative bzw. formende Faktoren auf und in Kulturen. Sie verändern menschliche Wissensproduktion sowie auch Praktiken der Verbindung, der Beziehung, des Austauschs, des Wettbewerbs und der Kommunikation. Digitale Medien sorgen für eine Rekonfiguration gesellschaftlicher In- und Exklusion und sind maßgeblich an der materiellen Umgestaltung unserer Lebensumwelten beteiligt. Andererseits ermöglichen menschliche Praktiken und Formen der Wissensproduktion die ständige Neukonfiguration digitaler Medien. Daher ergeben sich neue Möglichkeitsräume und Experimentierfelder der Gestaltung und Kultivierung digitaler Technologien und Praktiken des Zusammenseins, Handelns und Wahrnehmens. Entsprechend impliziert der Begriff »Digitale Kulturen« sowohl die Herausforderungen einer kritischen Reflektion und Neubeschreibung der Prägung von Kulturen durch digitale Medien als auch das Potenzial ihrer Kultivierung und Gestaltung mit dem Ziel von mehr Teilhabe, ökologischer Verantwortung und gesellschaftlichem Zusammenhalt.
Das 5-Dollar-Neuron. Von biologischen Rechnern und rechnenden Biologen (Jahrestagung der deutschen Gesellschaft für Informatik)
Müggenburg, J. (Sprecher*in)
28.09.2009 → 02.10.2009Aktivität: Vorträge und Gastvorlesungen › Konferenzvorträge › Forschung
Das Ohr aus Illinois. Kybernetische Maschinen als lebhafte Artefakte
Müggenburg, J. (Sprecher*in)
22.05.2018Aktivität: Vorträge und Gastvorlesungen › Konferenzvorträge › Forschung
"Delfine daten", Das verdatete Tier. Zum Animal Turn in der Kultur- und Medienwissenschaft.
Müggenburg, J. K. (Sprecher*in)
26.04.2018 → 28.04.2018Aktivität: Vorträge und Gastvorlesungen › Konferenzvorträge › Forschung
Delfine daten. John C. Lillys Kommunikationsexperimente
Müggenburg, J. (Sprecher*in)
26.11.2014 → 27.11.2014Aktivität: Vorträge und Gastvorlesungen › Konferenzvorträge › Forschung
Der Tag an dem wir uns zu Tode quetschen. Über das Verhältnis von Eskalation und Spekulation am Beispiel von Heinz von Foersters Doomsday-Equation (Jahrestagung der Gesellschaft für Medienwissenschaft 2012)
Müggenburg, J. (Sprecher*in)
03.10.2012 → 06.10.2012Aktivität: Vorträge und Gastvorlesungen › Konferenzvorträge › Forschung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (Externe Organisation)
Stock, R. (Sprecher/in), Müggenburg, J. (Mitglied), Şahinol, M. (Mitglied), Bieling, T. (Mitglied) & Wiechern, A.-L. (Mitglied)
2020 → 2023Aktivität: Mitgliedschaft › Netzwerke und Partnerschaften › Forschung
Die Maschinen des BCL und Heinz von Foersters Kybernetik zweiter Ordnung
Müggenburg, J. (Sprecher*in)
17.06.2014Aktivität: Vorträge und Gastvorlesungen › Gastvorträge und -vorlesungen › Forschung
Die Menschmaschine. Bionik in Science und Fiction (Jahrestagung der Gesellschaft für Technikgeschichte)
Müggenburg, J. (Sprecher*in)
22.05.2009 → 24.05.2009Aktivität: Vorträge und Gastvorlesungen › Konferenzvorträge › Forschung
Die Prototypen des Biological Computer Laboratory oder "Wie man Phänomene in den Griff bekommt" (Internationale Nachwuchstagung)
Müggenburg, J. (Sprecher*in)
03.07.2009 → 04.07.2009Aktivität: Vorträge und Gastvorlesungen › Konferenzvorträge › Forschung
Es gibt keine Hardware - Eine Medienarchäologie der VLSI
Sander, P. (Sprecher*in)
28.09.2019Aktivität: Vorträge und Gastvorlesungen › Vorträge in anderen Veranstaltungen › Forschung