Landschaft als Prozess – Prozess als Konflikt

Publikation: Beiträge in SammelwerkenAufsätze in SammelwerkenForschungbegutachtet

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Landschaft als Prozess – Prozess als Konflikt. / Mölders, Tanja; Hofmeister, Sabine.
Landschaft als Prozess. Hrsg. / Rainer Duttmann; Olaf Kühne; Florian Weber. 1. Aufl. Wiesbaden: Springer VS, 2020. S. 493-511 (RaumFragen: Stadt – Region – Landschaft).

Publikation: Beiträge in SammelwerkenAufsätze in SammelwerkenForschungbegutachtet

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Mölders, T & Hofmeister, S 2020, Landschaft als Prozess – Prozess als Konflikt. in R Duttmann, O Kühne & F Weber (Hrsg.), Landschaft als Prozess. 1 Aufl., RaumFragen: Stadt – Region – Landschaft, Springer VS, Wiesbaden, S. 493-511. https://doi.org/10.1007/978-3-658-30934-3_23

APA

Mölders, T., & Hofmeister, S. (2020). Landschaft als Prozess – Prozess als Konflikt. In R. Duttmann, O. Kühne, & F. Weber (Hrsg.), Landschaft als Prozess (1 Aufl., S. 493-511). (RaumFragen: Stadt – Region – Landschaft). Springer VS. https://doi.org/10.1007/978-3-658-30934-3_23

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Mölders T, Hofmeister S. Landschaft als Prozess – Prozess als Konflikt. in Duttmann R, Kühne O, Weber F, Hrsg., Landschaft als Prozess. 1 Aufl. Wiesbaden: Springer VS. 2020. S. 493-511. (RaumFragen: Stadt – Region – Landschaft). doi: 10.1007/978-3-658-30934-3_23

Bibtex

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RIS

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T1 - Landschaft als Prozess – Prozess als Konflikt

AU - Mölders, Tanja

AU - Hofmeister, Sabine

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Y1 - 2020

N2 - Natur- und Landschaftsschutz zeitigen Konflikte, die sich je nach Schutzkonzept unterscheiden. In Abgrenzung vom konservierenden Naturschutz (Schutz einer ‚Idealnatur‘) und integrativen Naturschutz (Verbindung von Naturschutz und -nutzung) geht es im Prozessschutz darum, ‚Wildnis(entwicklung)‘ zu ermöglichen. Dabei wird – so die Ausgangsüberlegung des Beitrages – der Prozess selbst zum Konflikt. Indem ‚Natur‘ als Prozess konzeptualisiert wird, entstehen einerseits Zielkonflikte innerhalb des Naturschutzes sowie andererseits gesellschaftliche Konflikte um die Einrichtung von ‚Wildnisgebieten‘ nach den Grundsätzen des Prozessschutzes. Im Beitrag werden diese Konflikte analysiert und interpretiert, indem ein sozial-ökologisches Verständnis von ‚Wildnis‘ zugrunde gelegt wird. Dabei zeigt sich, dass ‚Wildnis‘ auf der materiell-physischen Ebene auf eine im Entstehen begriffene ‚Natur‘ verweist, die – insbesondere als sogenannte neue Wildnis (z. B. ‚Stadtwildnis‘) ‚hybride Natur/en‘ hervorbringt. Auf der kulturell-symbolischen Ebene steht ‚Wildnis‘ jedoch für die verloren geglaubte ‚Natur pur‘ und ist somit in die Vergangenheit gerichtet. Das daraus entstehende Spannungsfeld zwischen ‚Natürlichem‘ und ‚Gesellschaftlichem‘ wird insbesondere deutlich, wenn die Perspektive auf ‚Wildnis‘ um die Kategorie Geschlecht erweitert wird: Wird ‚Geschlecht‘ als Prozesskategorie verstanden, wird auch hier das dichotom strukturierte Schema des modernen Denkens und Handelns irritiert. ‚Hybride‘ Naturen und ‚queere‘ Geschlechteridentitäten sind notwendig umstritten. Es gilt, diese Kontroversen als gesellschaftliche Kontroversen auszuhandeln.

AB - Natur- und Landschaftsschutz zeitigen Konflikte, die sich je nach Schutzkonzept unterscheiden. In Abgrenzung vom konservierenden Naturschutz (Schutz einer ‚Idealnatur‘) und integrativen Naturschutz (Verbindung von Naturschutz und -nutzung) geht es im Prozessschutz darum, ‚Wildnis(entwicklung)‘ zu ermöglichen. Dabei wird – so die Ausgangsüberlegung des Beitrages – der Prozess selbst zum Konflikt. Indem ‚Natur‘ als Prozess konzeptualisiert wird, entstehen einerseits Zielkonflikte innerhalb des Naturschutzes sowie andererseits gesellschaftliche Konflikte um die Einrichtung von ‚Wildnisgebieten‘ nach den Grundsätzen des Prozessschutzes. Im Beitrag werden diese Konflikte analysiert und interpretiert, indem ein sozial-ökologisches Verständnis von ‚Wildnis‘ zugrunde gelegt wird. Dabei zeigt sich, dass ‚Wildnis‘ auf der materiell-physischen Ebene auf eine im Entstehen begriffene ‚Natur‘ verweist, die – insbesondere als sogenannte neue Wildnis (z. B. ‚Stadtwildnis‘) ‚hybride Natur/en‘ hervorbringt. Auf der kulturell-symbolischen Ebene steht ‚Wildnis‘ jedoch für die verloren geglaubte ‚Natur pur‘ und ist somit in die Vergangenheit gerichtet. Das daraus entstehende Spannungsfeld zwischen ‚Natürlichem‘ und ‚Gesellschaftlichem‘ wird insbesondere deutlich, wenn die Perspektive auf ‚Wildnis‘ um die Kategorie Geschlecht erweitert wird: Wird ‚Geschlecht‘ als Prozesskategorie verstanden, wird auch hier das dichotom strukturierte Schema des modernen Denkens und Handelns irritiert. ‚Hybride‘ Naturen und ‚queere‘ Geschlechteridentitäten sind notwendig umstritten. Es gilt, diese Kontroversen als gesellschaftliche Kontroversen auszuhandeln.

KW - Umweltplanung, Landschaftsentwicklung

KW - Naturschutzkonzepte

KW - Prozessschutzt

KW - Wildniss

KW - Konflikte

KW - Geschlechterforschung

KW - Nachhaltige Entwicklung

UR - https://www.springer.com/de/book/9783658309336

U2 - 10.1007/978-3-658-30934-3_23

DO - 10.1007/978-3-658-30934-3_23

M3 - Aufsätze in Sammelwerken

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T3 - RaumFragen: Stadt – Region – Landschaft

SP - 493

EP - 511

BT - Landschaft als Prozess

A2 - Duttmann, Rainer

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A2 - Weber, Florian

PB - Springer VS

CY - Wiesbaden

ER -

DOI

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