Fazit und Ausblick: StadtLandschaften zwischen Verlusterfahrung und Erneuerung

Publikation: Beiträge in SammelwerkenAufsätze in SammelwerkenForschung

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Fazit und Ausblick: StadtLandschaften zwischen Verlusterfahrung und Erneuerung. / Hofmeister, Sabine; Kühne, Olaf.
StadtLandschaften: Die neue Hybridität von Stadt und Land. Hrsg. / Sabine Hofmeister; Olaf Kühne. 1. Aufl. Wiesbaden: Springer VS, 2016. S. 283-286 (Hybride Metropolen).

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Hofmeister, S & Kühne, O 2016, Fazit und Ausblick: StadtLandschaften zwischen Verlusterfahrung und Erneuerung. in S Hofmeister & O Kühne (Hrsg.), StadtLandschaften: Die neue Hybridität von Stadt und Land. 1 Aufl., Hybride Metropolen, Springer VS, Wiesbaden, S. 283-286. https://doi.org/10.1007/978-3-658-10400-9_14

APA

Hofmeister, S., & Kühne, O. (2016). Fazit und Ausblick: StadtLandschaften zwischen Verlusterfahrung und Erneuerung. In S. Hofmeister, & O. Kühne (Hrsg.), StadtLandschaften: Die neue Hybridität von Stadt und Land (1 Aufl., S. 283-286). (Hybride Metropolen). Springer VS. https://doi.org/10.1007/978-3-658-10400-9_14

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Hofmeister S, Kühne O. Fazit und Ausblick: StadtLandschaften zwischen Verlusterfahrung und Erneuerung. in Hofmeister S, Kühne O, Hrsg., StadtLandschaften: Die neue Hybridität von Stadt und Land. 1 Aufl. Wiesbaden: Springer VS. 2016. S. 283-286. (Hybride Metropolen). doi: 10.1007/978-3-658-10400-9_14

Bibtex

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series = "Hybride Metropolen",
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RIS

TY - CHAP

T1 - Fazit und Ausblick: StadtLandschaften zwischen Verlusterfahrung und Erneuerung

AU - Hofmeister, Sabine

AU - Kühne, Olaf

PY - 2016/6/16

Y1 - 2016/6/16

N2 - StadtLandschaften lassen sich als eine räumliche Ausdrucksform der ‚Neuen Unübersichtlichkeit‘ verstehen. Die vormals eindeutig scheinende Trennung zwischen dienstleistungs- und handwerksbasierter Stadt und agrarischem Umland hat sich aufgelöst in einem komplexen Gefüge unterschiedlicher Nutzungen mit unterschiedlichen Nutzungsintensitäten. Gelang es in weiten Teilen Europas einer funktionalistisch orientierten Planung, diesen Prozess einige Zeit zu verzögern und Flächen eindeutige funktionale Nutzungen zuzuweisen, können diese Eindeutigkeiten heute immer weniger gegen Hybridisierungstendenzen durchgesetzt werden: Die soziale Akzeptanz – teilweise sogar die Erwünschtheit – des Hybriden als Bereicherung kultureller Praktiken und ihrer materiellen Einschreibungen steigt. Dieser Haltung liegt durchaus auch die Erkenntnis zugrunde, dass das Natürliche und das Kultürliche nicht sinnvoll voneinander getrennt betrachtet werden können, sondern stets in hybrider Form auftreten (siehe z. B. Currin und Schönwald i. d. Bd., Hofmeister und Scurrell i. d. Bd.). Diese Umdeutungsprozesse vollziehen sich jedoch nicht frei von Widersprüchen oder dem Festhalten an alten Stereotypen, wie Florian Weber (i. d. Bd.) anhand der „Banlieus“ zeigt. Der Drang nach ‚Entkomplexisierung‘ der Welt ist vielfach mit dem Versuch verbunden, die steigende Kontingenz räumlicher Entwicklungen in einfache Erklärungsmuster zu bringen und diskursiv durchzusetzen. Dies betrifft insbesondere Tendenzen der Feindseligkeiten gegen Repräsentanzen des Hybriden (vgl. Breckner i. d. Bd.). Mit der Postmodernisierung hat sich auch das Machtgefüge verschoben und seine Struktur gewandelt: Konnten in der Moderne top-down politische, aber auch wirtschaftliche und soziale Interessen, administrativ durchgesetzt werden, sind die Machtkonstellationen heute vielfältiger und teilweise deutlich subtiler: Autoritative Macht und Daten setzende Macht veralltäglichen räumliche und räumlich vermittelte Machbeziehungen – bis bin zu der Ausprägung einer ‚Automobilkultur‘ (siehe Kühne i. d. Bd. zu Infrastruktur).

AB - StadtLandschaften lassen sich als eine räumliche Ausdrucksform der ‚Neuen Unübersichtlichkeit‘ verstehen. Die vormals eindeutig scheinende Trennung zwischen dienstleistungs- und handwerksbasierter Stadt und agrarischem Umland hat sich aufgelöst in einem komplexen Gefüge unterschiedlicher Nutzungen mit unterschiedlichen Nutzungsintensitäten. Gelang es in weiten Teilen Europas einer funktionalistisch orientierten Planung, diesen Prozess einige Zeit zu verzögern und Flächen eindeutige funktionale Nutzungen zuzuweisen, können diese Eindeutigkeiten heute immer weniger gegen Hybridisierungstendenzen durchgesetzt werden: Die soziale Akzeptanz – teilweise sogar die Erwünschtheit – des Hybriden als Bereicherung kultureller Praktiken und ihrer materiellen Einschreibungen steigt. Dieser Haltung liegt durchaus auch die Erkenntnis zugrunde, dass das Natürliche und das Kultürliche nicht sinnvoll voneinander getrennt betrachtet werden können, sondern stets in hybrider Form auftreten (siehe z. B. Currin und Schönwald i. d. Bd., Hofmeister und Scurrell i. d. Bd.). Diese Umdeutungsprozesse vollziehen sich jedoch nicht frei von Widersprüchen oder dem Festhalten an alten Stereotypen, wie Florian Weber (i. d. Bd.) anhand der „Banlieus“ zeigt. Der Drang nach ‚Entkomplexisierung‘ der Welt ist vielfach mit dem Versuch verbunden, die steigende Kontingenz räumlicher Entwicklungen in einfache Erklärungsmuster zu bringen und diskursiv durchzusetzen. Dies betrifft insbesondere Tendenzen der Feindseligkeiten gegen Repräsentanzen des Hybriden (vgl. Breckner i. d. Bd.). Mit der Postmodernisierung hat sich auch das Machtgefüge verschoben und seine Struktur gewandelt: Konnten in der Moderne top-down politische, aber auch wirtschaftliche und soziale Interessen, administrativ durchgesetzt werden, sind die Machtkonstellationen heute vielfältiger und teilweise deutlich subtiler: Autoritative Macht und Daten setzende Macht veralltäglichen räumliche und räumlich vermittelte Machbeziehungen – bis bin zu der Ausprägung einer ‚Automobilkultur‘ (siehe Kühne i. d. Bd. zu Infrastruktur).

KW - Umweltplanung, Landschaftsentwicklung

U2 - 10.1007/978-3-658-10400-9_14

DO - 10.1007/978-3-658-10400-9_14

M3 - Aufsätze in Sammelwerken

SN - 978-3-658-10399-6

T3 - Hybride Metropolen

SP - 283

EP - 286

BT - StadtLandschaften

A2 - Hofmeister, Sabine

A2 - Kühne, Olaf

PB - Springer VS

CY - Wiesbaden

ER -

DOI

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