Zur Bedeutung von Bewegung und Sport aus der Perspektive von Mädchen und Frauen

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Zur Bedeutung von Bewegung und Sport aus der Perspektive von Mädchen und Frauen. / Süßenbach, Jessica; Schröder, Stefan.
Handbuch Bewegung und Sport in der Sozialen Arbeit . ed. / Michael Matzner; Torsten Wojciechowski. 1. ed. Weinheim: Juventa Verlag, 2025. p. 285-305.

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Süßenbach, J & Schröder, S 2025, Zur Bedeutung von Bewegung und Sport aus der Perspektive von Mädchen und Frauen. in M Matzner & T Wojciechowski (eds), Handbuch Bewegung und Sport in der Sozialen Arbeit . 1 edn, Juventa Verlag, Weinheim, pp. 285-305.

APA

Süßenbach, J., & Schröder, S. (2025). Zur Bedeutung von Bewegung und Sport aus der Perspektive von Mädchen und Frauen. In M. Matzner, & T. Wojciechowski (Eds.), Handbuch Bewegung und Sport in der Sozialen Arbeit (1 ed., pp. 285-305). Juventa Verlag.

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Süßenbach J, Schröder S. Zur Bedeutung von Bewegung und Sport aus der Perspektive von Mädchen und Frauen. In Matzner M, Wojciechowski T, editors, Handbuch Bewegung und Sport in der Sozialen Arbeit . 1 ed. Weinheim: Juventa Verlag. 2025. p. 285-305

Bibtex

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RIS

TY - CHAP

T1 - Zur Bedeutung von Bewegung und Sport aus der Perspektive von Mädchen und Frauen

AU - Süßenbach, Jessica

AU - Schröder, Stefan

PY - 2025/9/18

Y1 - 2025/9/18

N2 - Die Bedeutung von Bewegung und Sport ist in der Sozialen Arbeit zunehmend anerkannt. Obgleich der Körper als anthropologische Grundkonstante eine wesentliche Rolle im menschlichen Leben spielt (vgl. Alkemeyer 2001; Krüger/Reinhart 2022), wurde er lange Zeit in der Sozialen Arbeit und ihrer Theorie wenig beachtet. In den letzten Jahrzehnten wurden jedoch sport- und bewegungsorientierte Ansätze stärker in deren Praxis und Forschung integriert (vgl. Breuer 2002; Gräfe/Witte 2014; Marquard 2005; Proufas/Olberg/Clephas 2024). Gleichwohl deutet einiges darauf hin, dass in den Anwendungsfeldern der Sozialen Arbeit Bewegung und Sport in weiten Teilen geschlechtsspezifisch adressiert und entsprechend entfaltet werden. Aus der Perspektive von Mädchen (vgl. Süßenbach/Gebken 2016) und Frauen (vgl. Matzner/Eickhorst 2023) bietet der Zugang zu Bewegung und Sport ein hohes Potenzial für Empowerment, soziale Teilhabe und psychisches Wohlbefinden. Zur Erreichung und Einbindung von Mädchen und Frauen aus bislang unterrepräsentierten Zielgruppen ist eine geschlechtersensible Konzeptualisierung und Umsetzung von Bewegung und Sport im Feld der Sozialen Arbeit erforderlich. Vor diesem Hintergrund beleuchtet dieser Beitrag die Bedeutung von Bewegung und Sport aus der Perspektive von Mädchen und Frauen im Kontext der Sozialen Arbeit. Zum besseren Verständnis – auch der zugrunde gelegten binären Geschlechterordnung – dient eine knappe historische und gesellschaftliche Einordnung, um zu verdeutlichen, wie der Zugang von Mädchen und Frauen zu Sport über Jahrzehnte hinweg limitiert wurde und was die sport- und bewegungsbezogene Soziale Arbeit daraus lernen kann. Auf einer empirischen Grundlage werden aktuelle geschlechtsspezifische Herausforderungen im Sport aus einer intersektionalen Perspektive beschrieben und auf das Setting der Sozialen Arbeit bezogen. In einem weiteren Schritt werden konzeptionelle Überlegungen für die Gestaltung von Bewegungs- und Sportangeboten an der Schnittstelle Soziale Arbeit und Sportpädagogik vorgestellt, die nicht nur geschlechtsspezifische Bedürfnisse adressieren, sondern auch weitere Diversitätsmerkmale einbeziehen. Die vier Praxisbeispiele aus der Sozialen Arbeit mit Sport zeigen exemplarisch, wie (wirksame) Sportangebote für Mädchen und Frauen ausgestaltet sind. Abschließend werden Gelingensbedingungen auf drei Ebenen abgeleitet, welche u.a. auf die Dringlichkeit verweisen, strukturelle und finanzielle Rahmenbedingungen für qualifizierte und nachhaltige Bewegungsförderung (in Schule und Kommune) zu schaffen.

AB - Die Bedeutung von Bewegung und Sport ist in der Sozialen Arbeit zunehmend anerkannt. Obgleich der Körper als anthropologische Grundkonstante eine wesentliche Rolle im menschlichen Leben spielt (vgl. Alkemeyer 2001; Krüger/Reinhart 2022), wurde er lange Zeit in der Sozialen Arbeit und ihrer Theorie wenig beachtet. In den letzten Jahrzehnten wurden jedoch sport- und bewegungsorientierte Ansätze stärker in deren Praxis und Forschung integriert (vgl. Breuer 2002; Gräfe/Witte 2014; Marquard 2005; Proufas/Olberg/Clephas 2024). Gleichwohl deutet einiges darauf hin, dass in den Anwendungsfeldern der Sozialen Arbeit Bewegung und Sport in weiten Teilen geschlechtsspezifisch adressiert und entsprechend entfaltet werden. Aus der Perspektive von Mädchen (vgl. Süßenbach/Gebken 2016) und Frauen (vgl. Matzner/Eickhorst 2023) bietet der Zugang zu Bewegung und Sport ein hohes Potenzial für Empowerment, soziale Teilhabe und psychisches Wohlbefinden. Zur Erreichung und Einbindung von Mädchen und Frauen aus bislang unterrepräsentierten Zielgruppen ist eine geschlechtersensible Konzeptualisierung und Umsetzung von Bewegung und Sport im Feld der Sozialen Arbeit erforderlich. Vor diesem Hintergrund beleuchtet dieser Beitrag die Bedeutung von Bewegung und Sport aus der Perspektive von Mädchen und Frauen im Kontext der Sozialen Arbeit. Zum besseren Verständnis – auch der zugrunde gelegten binären Geschlechterordnung – dient eine knappe historische und gesellschaftliche Einordnung, um zu verdeutlichen, wie der Zugang von Mädchen und Frauen zu Sport über Jahrzehnte hinweg limitiert wurde und was die sport- und bewegungsbezogene Soziale Arbeit daraus lernen kann. Auf einer empirischen Grundlage werden aktuelle geschlechtsspezifische Herausforderungen im Sport aus einer intersektionalen Perspektive beschrieben und auf das Setting der Sozialen Arbeit bezogen. In einem weiteren Schritt werden konzeptionelle Überlegungen für die Gestaltung von Bewegungs- und Sportangeboten an der Schnittstelle Soziale Arbeit und Sportpädagogik vorgestellt, die nicht nur geschlechtsspezifische Bedürfnisse adressieren, sondern auch weitere Diversitätsmerkmale einbeziehen. Die vier Praxisbeispiele aus der Sozialen Arbeit mit Sport zeigen exemplarisch, wie (wirksame) Sportangebote für Mädchen und Frauen ausgestaltet sind. Abschließend werden Gelingensbedingungen auf drei Ebenen abgeleitet, welche u.a. auf die Dringlichkeit verweisen, strukturelle und finanzielle Rahmenbedingungen für qualifizierte und nachhaltige Bewegungsförderung (in Schule und Kommune) zu schaffen.

KW - Sportwissenschaften

UR - https://www.beltz.de/fachmedien/sozialpaedagogik_soziale_arbeit/produkte/details/55999-handbuch-bewegung-und-sport-in-der-sozialen-arbeit.html

M3 - Kapitel

SN - 978-3-7799-7777-3

SP - 285

EP - 305

BT - Handbuch Bewegung und Sport in der Sozialen Arbeit

A2 - Matzner, Michael

A2 - Wojciechowski, Torsten

PB - Juventa Verlag

CY - Weinheim

ER -