Nachhaltigkeitsmanagement in Unternehmen: von der Idee zur Praxis: Managementansätze zur Umsetzung von Corporate Social Responsibility und Corporate Sustainability

Publikation: Arbeits- oder Diskussionspapiere und BerichteArbeits- oder Diskussionspapiere

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@techreport{bcf4d05cbaee4b3fae11f0d752972b1d,
title = "Nachhaltigkeitsmanagement in Unternehmen: von der Idee zur Praxis: Managementans{\"a}tze zur Umsetzung von Corporate Social Responsibility und Corporate Sustainability",
abstract = "Corporate Social Responsibility und unternehmerische Nachhaltigkeit (Corporate Sustainability) sind heute einnicht wegzudenkendes Thema in der Agenda jeder fortschrittlichen Unternehmensf{\"u}hrung. Die Vision einer wirt-schaftlich tragf{\"a}higen Entwicklung, die sich mit sozialer Verantwortung und der Schonung von Umweltressourcenvereint, hat in den letzten rund 15 Jahren immer mehr Gestalt angenommen. Unternehmen wird dabei eine zentra-le Rolle in der Umsetzung zugewiesen. Hier dient die vorliegende, {\"u}berarbeitete und erg{\"a}nzte Neuauflage des er-freulich erfolgreichenHandbuchs mit einer {\"U}bersicht der wichtigsten Ans{\"a}tze des unternehmerischen Nachhaltig-keitsmanagements als Ideenspender, Impulsgeber und Nachschlagewerk. Sie richtet sich in besonderer Weise anF{\"u}hrungskr{\"a}fte und alle Mitarbeiter in Unternehmen, die sich mit den praktischen Herausforderungen einer nach-haltigen Unternehmensf{\"u}hrung befassen, aber auch an Verwaltungen, Verb{\"a}nde, die Wissenschaft und andere andieser Fragestellung interessierte Gruppen. Im Zentrum des Handbuchs steht die Darstellung der aktuellen Leis-tungsf{\"a}higkeit unterschiedlicher Managementans{\"a}tze f{\"u}r unternehmerische Nachhaltigkeit. Wichtige Impulse zur Bekanntheit und Verbreitung von {\`o}Corporate Social Responsibility (CSR) und unterneh-merischer Nachhaltigkeit hat insbesondere die Europ{\"a}ische Union (EU) geliefert, die die Einbindung von {\"o}kologi-schen und sozialen Belangen in die Unternehmenst{\"a}tigkeiten als eine wesentliche Voraussetzung ansieht, um Un-ternehmen einerseits wettbewerbsf{\"a}hig zu machen und andererseits das gesellschaftliche Leitbild einer nachhalti-gen Entwicklung gemeinsam mit NGOs und der Zivilgesellschaft erfolgreich zu verwirklichen. Durch die gesell-schaftliche Einbettung von Unternehmen sowie deren zentrale {\"o}kologische, soziale und {\"o}konomische Bedeutung istdiese Vision auch f{\"u}r das Management erfolgsrelevant geworden. Die Unternehmensf{\"u}hrung steht vor der Aufgabe,ein Nachhaltigkeitsmanagement aufzubauen, das {\"o}kologische und soziale Anliegen wirksam und effizient befriedigtund deren Management in das konventionelle {\"o}konomische Management integriert.Das Nachhaltigkeitsmanagement dient dem Ziel der unternehmerischen Nachhaltigkeit, indem erstens eine nach-haltige Organisationsentwicklung durch die integrative Ber{\"u}cksichtigung sozialer, {\"o}kologischer und {\"o}konomischerZiele angestrebt wird und zweitens das Unternehmen zu einer nachhaltigen Entwicklung von Wirtschaft und Gesell-schaft beitr{\"a}gt. Von Unternehmen wird immer h{\"a}ufiger erwartet, dass sie nicht nur Produktion und Produkte nach-haltig ausrichten, sondern dass sie auch darstellen, wie sie den Alltag f{\"u}r das Individuum und die Gesellschaft insge-samt lebenswerter und unter dem Prinzipder Nachhaltigkeit gestalten. Zur Umsetzung unternehmerischer Nach-haltigkeit ben{\"o}tigen Unternehmen Managementans{\"a}tze, wie sie in dieser Studie dargelegt werden. Einige der hiervorgestellten Ans{\"a}tze sind bereits in der Praxis verbreitet und werden dort erfolgreich eingesetzt (z. B. {\`o}(Umwelt-)Managementsysteme). Andere, z. T. noch wenig bekannte Ans{\"a}tze besitzen ein hohes Potenzial zur Erf{\"u}llung sichabzeichnender Aufgaben (z. B. {\`o}(Sustainability) Balanced Scorecard). Teilweise stellen die Managementans{\"a}tzeWeiterentwicklungen bew{\"a}hrter Konzepte, Systeme oder Instrumente dar (z. B. {\`o}(Umwelt-)Kostenrechnung), vondenen viele laufend an neue Entwicklungen und Erfordernisse angepasst werden. Es sind aber auch Ans{\"a}tze spe-ziell zur Begegnung von Nachhaltigkeitsherausforderungen entwickelt worden (z. B. {\`o}({\"O}ko-)Effizienz-Analyse). Diese rasante Entwicklung im Bereich des Nachhaltigkeitsmanagements ist sehr begr{\"u}{\ss}enswert und kann als einBeleg f{\"u}r die besondere Bedeutung von Corporate Social Responsibility und Corporate Sustainability in Theorie undPraxis angesehen werden. Allerdings beeintr{\"a}chtigen die gro{\ss}e Anzahl der heute existierenden Konzepte, Systemeund Instrumente, ihr st{\"a}ndiger Wandel und die z. T. mangelnde begriffliche Sch{\"a}rfe die {\"U}bersichtlichkeit stark –sowohl in der Unternehmenspraxis als auch in der Wissenschaft. Dies kann die Wahl der bestm{\"o}glichen L{\"o}sung f{\"u}reine konkrete Aufgabe erschweren.An dieser Stelle setzt die vorliegende Studie an. Sie will Licht in das Managementinstrumentarium bringen, indemsie bedeutende Ans{\"a}tze, die dem unternehmerischen Nachhaltigkeitsmanagement zur Verf{\"u}gung stehen, in einemKompendium zusammenstellt.Will man die Managementans{\"a}tze praxisorientiert systematisieren, bieten sich insbesondere zwei Kategorien an:Zum einen lassen sich die Ans{\"a}tze unter dem Gesichtspunkt der zentralen Herausforderungen unternehmerischerNachhaltigkeit betrachten; denn sie sollen dazu dienen, diese einzelnen Herausforderungen zu meistern. Zum ande-ren kann man sie dahingehend untersuchen, in welchen unternehmerischen Funktionsbereichen sie i. d. R. zumEinsatz kommen. Die Studie folgt in ihrem Aufbau dieser Systematisierung.Zun{\"a}chst werden in Kapitel 2 die zentralen Nachhaltigkeitsherausforderungen erl{\"a}utert. Das Nachhaltigkeitsmana-gement begr{\"u}ndet sich in der unternehmerischen Aufgabe, diesen vier Herausforderungen erfolgreich zu begegnen:•Die {\"o}kologische Nachhaltigkeitsherausforderung:Wie kann ein Unternehmen die durch seine Aktivit{\"a}tenabsolut verursachte Umweltbelastung reduzieren ({\"O}ko-Effektivit{\"a}t)? •Die soziale Nachhaltigkeitsherausforderung:Wie k{\"o}nnen sozial unerw{\"u}nschte Wirkungen, die von einemUnternehmen ausgehen, minimiert werden (Sozio-Effektivit{\"a}t)? •Die {\"o}konomische Nachhaltigkeitsherausforderung an das Umwelt- und Sozialmanagement: Wie k{\"o}nnenUmweltschutz und Sozialengagement kosteng{\"u}nstig, rentabilit{\"a}ts- und unternehmenswertsteigernd umge-setzt werden ({\"O}ko- und Sozio-Effektivit{\"a}t)? •Die Integrationsherausforderung:Wie k{\"o}nnen die drei vorangegangenen Herausforderungen gleichzeitigerf{\"u}llt (inhaltliche Integrationsherausforderung) und wie k{\"o}nnen {\"o}kologische und soziale Aspekte ins kon-ventionelle, {\"o}konomisch ausgerichtete Management integriert werden (instrumentelle Integrationsheraus-forderung)? In einer tabellarischen {\"U}bersicht, die einen leichten Zugang erm{\"o}glicht, werden zusammenfassend alle untersuch-ten Ans{\"a}tze in Beziehung zu diesen vier Herausforderungen gesetzt.In Kapitel 3 werden sodann die konventionellen Funktionsbereiche eines Unternehmens skizziert. Dabei handelt essich um strategische Planung, Rechnungswesen, Controlling, Logistik und Vertrieb, Einkauf, Produktion, Personal-wesen, Marketing und den Bereich Forschung und Entwicklung. Die Ausf{\"u}hrungen zu den Funktionsbereichen er-m{\"o}glichen den Leserinnen und Lesern einen besseren Zugang zur Thematik, weil sie einen Bezug zur allt{\"a}glichenPraxis in den einzelnen Unternehmensbereichen herstellen. Auch die unternehmerischen Funktionsbereiche selbstsind wichtige Adressaten dieser Handreichung. Jeder der Funktionsbereiche wird zun{\"a}chst aus einer konventionel-len betrieblichen Sicht beschrieben. Im Anschluss wird skizziert, wo die jeweiligen {\"o}konomischen, sozialen, {\"o}ko-logischen und integrativen Herausforderungen an das Nachhaltigkeitsmanagement liegen. Eine tabellarische Zuord-nung erleichtert auch hier den {\"U}berblick: Sie zeigt nach Funktionsbereichen geordnet auf, wo in einem Unterneh-men ein Managementansatz einsetzbar ist bzw. zurzeit am h{\"a}ufigsten angewendet wird. F{\"u}r die Studie wurden insgesamt 40 Konzepte, Systeme und Instrumente ausgew{\"a}hlt und analysiert, die sowohl ineinzelnen oder mehreren der zuvor genannten Funktionsbereiche eingesetzt werden als auch unterschiedlich starkzur Bew{\"a}ltigung der vier Nachhaltigkeitsherausforderungen beitragen k{\"o}nnen. Die Auswahl erfolgte nach Kriterien,die in Kapitel 1 er{\"o}rtert werden. Ein abschlie{\ss}endes Portr{\"a}t eines jeden Ansatzes des unternehmerischen Nachhaltigkeitsmanagements findet sich inKapitel 4 in Form sog. Faktenbl{\"a}tter. In alphabetischer Reihenfolge werden die Managementans{\"a}tze bez{\"u}glich ihrerFunktionen, ihrer wichtigsten Charakteristika sowie ihrer St{\"a}rken und Schw{\"a}chen zur Begegnung der Nachhaltig-keitsherausforderungen erl{\"a}utert. Hinweise zu einschl{\"a}gigen Organisationen, Internetadressen und Literatur gebenAnregungen f{\"u}r eine vertiefende Auseinandersetzung mit den einzelnen Ans{\"a}tzen.",
keywords = "Wirtschaftswissenschaften f{\"u}r Nachhaltigkeit, Unternehmen , Nachhaltigkeit , Management , Soziale Verantwortung ",
author = "Stefan Schaltegger and Christian Herzig and Oliver Kleiber and Torsten Klinke and Jan M{\"u}ller",
year = "2007",
language = "Deutsch",
isbn = "978-3-935630-60-3",
publisher = "Centre for Sustainability Management",
type = "WorkingPaper",
institution = "Centre for Sustainability Management",

}

RIS

TY - UNPB

T1 - Nachhaltigkeitsmanagement in Unternehmen

T2 - von der Idee zur Praxis: Managementansätze zur Umsetzung von Corporate Social Responsibility und Corporate Sustainability

AU - Schaltegger, Stefan

AU - Herzig, Christian

AU - Kleiber, Oliver

AU - Klinke, Torsten

AU - Müller, Jan

PY - 2007

Y1 - 2007

N2 - Corporate Social Responsibility und unternehmerische Nachhaltigkeit (Corporate Sustainability) sind heute einnicht wegzudenkendes Thema in der Agenda jeder fortschrittlichen Unternehmensführung. Die Vision einer wirt-schaftlich tragfähigen Entwicklung, die sich mit sozialer Verantwortung und der Schonung von Umweltressourcenvereint, hat in den letzten rund 15 Jahren immer mehr Gestalt angenommen. Unternehmen wird dabei eine zentra-le Rolle in der Umsetzung zugewiesen. Hier dient die vorliegende, überarbeitete und ergänzte Neuauflage des er-freulich erfolgreichenHandbuchs mit einer Übersicht der wichtigsten Ansätze des unternehmerischen Nachhaltig-keitsmanagements als Ideenspender, Impulsgeber und Nachschlagewerk. Sie richtet sich in besonderer Weise anFührungskräfte und alle Mitarbeiter in Unternehmen, die sich mit den praktischen Herausforderungen einer nach-haltigen Unternehmensführung befassen, aber auch an Verwaltungen, Verbände, die Wissenschaft und andere andieser Fragestellung interessierte Gruppen. Im Zentrum des Handbuchs steht die Darstellung der aktuellen Leis-tungsfähigkeit unterschiedlicher Managementansätze für unternehmerische Nachhaltigkeit. Wichtige Impulse zur Bekanntheit und Verbreitung von òCorporate Social Responsibility (CSR) und unterneh-merischer Nachhaltigkeit hat insbesondere die Europäische Union (EU) geliefert, die die Einbindung von ökologi-schen und sozialen Belangen in die Unternehmenstätigkeiten als eine wesentliche Voraussetzung ansieht, um Un-ternehmen einerseits wettbewerbsfähig zu machen und andererseits das gesellschaftliche Leitbild einer nachhalti-gen Entwicklung gemeinsam mit NGOs und der Zivilgesellschaft erfolgreich zu verwirklichen. Durch die gesell-schaftliche Einbettung von Unternehmen sowie deren zentrale ökologische, soziale und ökonomische Bedeutung istdiese Vision auch für das Management erfolgsrelevant geworden. Die Unternehmensführung steht vor der Aufgabe,ein Nachhaltigkeitsmanagement aufzubauen, das ökologische und soziale Anliegen wirksam und effizient befriedigtund deren Management in das konventionelle ökonomische Management integriert.Das Nachhaltigkeitsmanagement dient dem Ziel der unternehmerischen Nachhaltigkeit, indem erstens eine nach-haltige Organisationsentwicklung durch die integrative Berücksichtigung sozialer, ökologischer und ökonomischerZiele angestrebt wird und zweitens das Unternehmen zu einer nachhaltigen Entwicklung von Wirtschaft und Gesell-schaft beiträgt. Von Unternehmen wird immer häufiger erwartet, dass sie nicht nur Produktion und Produkte nach-haltig ausrichten, sondern dass sie auch darstellen, wie sie den Alltag für das Individuum und die Gesellschaft insge-samt lebenswerter und unter dem Prinzipder Nachhaltigkeit gestalten. Zur Umsetzung unternehmerischer Nach-haltigkeit benötigen Unternehmen Managementansätze, wie sie in dieser Studie dargelegt werden. Einige der hiervorgestellten Ansätze sind bereits in der Praxis verbreitet und werden dort erfolgreich eingesetzt (z. B. ò(Umwelt-)Managementsysteme). Andere, z. T. noch wenig bekannte Ansätze besitzen ein hohes Potenzial zur Erfüllung sichabzeichnender Aufgaben (z. B. ò(Sustainability) Balanced Scorecard). Teilweise stellen die ManagementansätzeWeiterentwicklungen bewährter Konzepte, Systeme oder Instrumente dar (z. B. ò(Umwelt-)Kostenrechnung), vondenen viele laufend an neue Entwicklungen und Erfordernisse angepasst werden. Es sind aber auch Ansätze spe-ziell zur Begegnung von Nachhaltigkeitsherausforderungen entwickelt worden (z. B. ò(Öko-)Effizienz-Analyse). Diese rasante Entwicklung im Bereich des Nachhaltigkeitsmanagements ist sehr begrüßenswert und kann als einBeleg für die besondere Bedeutung von Corporate Social Responsibility und Corporate Sustainability in Theorie undPraxis angesehen werden. Allerdings beeinträchtigen die große Anzahl der heute existierenden Konzepte, Systemeund Instrumente, ihr ständiger Wandel und die z. T. mangelnde begriffliche Schärfe die Übersichtlichkeit stark –sowohl in der Unternehmenspraxis als auch in der Wissenschaft. Dies kann die Wahl der bestmöglichen Lösung füreine konkrete Aufgabe erschweren.An dieser Stelle setzt die vorliegende Studie an. Sie will Licht in das Managementinstrumentarium bringen, indemsie bedeutende Ansätze, die dem unternehmerischen Nachhaltigkeitsmanagement zur Verfügung stehen, in einemKompendium zusammenstellt.Will man die Managementansätze praxisorientiert systematisieren, bieten sich insbesondere zwei Kategorien an:Zum einen lassen sich die Ansätze unter dem Gesichtspunkt der zentralen Herausforderungen unternehmerischerNachhaltigkeit betrachten; denn sie sollen dazu dienen, diese einzelnen Herausforderungen zu meistern. Zum ande-ren kann man sie dahingehend untersuchen, in welchen unternehmerischen Funktionsbereichen sie i. d. R. zumEinsatz kommen. Die Studie folgt in ihrem Aufbau dieser Systematisierung.Zunächst werden in Kapitel 2 die zentralen Nachhaltigkeitsherausforderungen erläutert. Das Nachhaltigkeitsmana-gement begründet sich in der unternehmerischen Aufgabe, diesen vier Herausforderungen erfolgreich zu begegnen:•Die ökologische Nachhaltigkeitsherausforderung:Wie kann ein Unternehmen die durch seine Aktivitätenabsolut verursachte Umweltbelastung reduzieren (Öko-Effektivität)? •Die soziale Nachhaltigkeitsherausforderung:Wie können sozial unerwünschte Wirkungen, die von einemUnternehmen ausgehen, minimiert werden (Sozio-Effektivität)? •Die ökonomische Nachhaltigkeitsherausforderung an das Umwelt- und Sozialmanagement: Wie könnenUmweltschutz und Sozialengagement kostengünstig, rentabilitäts- und unternehmenswertsteigernd umge-setzt werden (Öko- und Sozio-Effektivität)? •Die Integrationsherausforderung:Wie können die drei vorangegangenen Herausforderungen gleichzeitigerfüllt (inhaltliche Integrationsherausforderung) und wie können ökologische und soziale Aspekte ins kon-ventionelle, ökonomisch ausgerichtete Management integriert werden (instrumentelle Integrationsheraus-forderung)? In einer tabellarischen Übersicht, die einen leichten Zugang ermöglicht, werden zusammenfassend alle untersuch-ten Ansätze in Beziehung zu diesen vier Herausforderungen gesetzt.In Kapitel 3 werden sodann die konventionellen Funktionsbereiche eines Unternehmens skizziert. Dabei handelt essich um strategische Planung, Rechnungswesen, Controlling, Logistik und Vertrieb, Einkauf, Produktion, Personal-wesen, Marketing und den Bereich Forschung und Entwicklung. Die Ausführungen zu den Funktionsbereichen er-möglichen den Leserinnen und Lesern einen besseren Zugang zur Thematik, weil sie einen Bezug zur alltäglichenPraxis in den einzelnen Unternehmensbereichen herstellen. Auch die unternehmerischen Funktionsbereiche selbstsind wichtige Adressaten dieser Handreichung. Jeder der Funktionsbereiche wird zunächst aus einer konventionel-len betrieblichen Sicht beschrieben. Im Anschluss wird skizziert, wo die jeweiligen ökonomischen, sozialen, öko-logischen und integrativen Herausforderungen an das Nachhaltigkeitsmanagement liegen. Eine tabellarische Zuord-nung erleichtert auch hier den Überblick: Sie zeigt nach Funktionsbereichen geordnet auf, wo in einem Unterneh-men ein Managementansatz einsetzbar ist bzw. zurzeit am häufigsten angewendet wird. Für die Studie wurden insgesamt 40 Konzepte, Systeme und Instrumente ausgewählt und analysiert, die sowohl ineinzelnen oder mehreren der zuvor genannten Funktionsbereiche eingesetzt werden als auch unterschiedlich starkzur Bewältigung der vier Nachhaltigkeitsherausforderungen beitragen können. Die Auswahl erfolgte nach Kriterien,die in Kapitel 1 erörtert werden. Ein abschließendes Porträt eines jeden Ansatzes des unternehmerischen Nachhaltigkeitsmanagements findet sich inKapitel 4 in Form sog. Faktenblätter. In alphabetischer Reihenfolge werden die Managementansätze bezüglich ihrerFunktionen, ihrer wichtigsten Charakteristika sowie ihrer Stärken und Schwächen zur Begegnung der Nachhaltig-keitsherausforderungen erläutert. Hinweise zu einschlägigen Organisationen, Internetadressen und Literatur gebenAnregungen für eine vertiefende Auseinandersetzung mit den einzelnen Ansätzen.

AB - Corporate Social Responsibility und unternehmerische Nachhaltigkeit (Corporate Sustainability) sind heute einnicht wegzudenkendes Thema in der Agenda jeder fortschrittlichen Unternehmensführung. Die Vision einer wirt-schaftlich tragfähigen Entwicklung, die sich mit sozialer Verantwortung und der Schonung von Umweltressourcenvereint, hat in den letzten rund 15 Jahren immer mehr Gestalt angenommen. Unternehmen wird dabei eine zentra-le Rolle in der Umsetzung zugewiesen. Hier dient die vorliegende, überarbeitete und ergänzte Neuauflage des er-freulich erfolgreichenHandbuchs mit einer Übersicht der wichtigsten Ansätze des unternehmerischen Nachhaltig-keitsmanagements als Ideenspender, Impulsgeber und Nachschlagewerk. Sie richtet sich in besonderer Weise anFührungskräfte und alle Mitarbeiter in Unternehmen, die sich mit den praktischen Herausforderungen einer nach-haltigen Unternehmensführung befassen, aber auch an Verwaltungen, Verbände, die Wissenschaft und andere andieser Fragestellung interessierte Gruppen. Im Zentrum des Handbuchs steht die Darstellung der aktuellen Leis-tungsfähigkeit unterschiedlicher Managementansätze für unternehmerische Nachhaltigkeit. Wichtige Impulse zur Bekanntheit und Verbreitung von òCorporate Social Responsibility (CSR) und unterneh-merischer Nachhaltigkeit hat insbesondere die Europäische Union (EU) geliefert, die die Einbindung von ökologi-schen und sozialen Belangen in die Unternehmenstätigkeiten als eine wesentliche Voraussetzung ansieht, um Un-ternehmen einerseits wettbewerbsfähig zu machen und andererseits das gesellschaftliche Leitbild einer nachhalti-gen Entwicklung gemeinsam mit NGOs und der Zivilgesellschaft erfolgreich zu verwirklichen. Durch die gesell-schaftliche Einbettung von Unternehmen sowie deren zentrale ökologische, soziale und ökonomische Bedeutung istdiese Vision auch für das Management erfolgsrelevant geworden. Die Unternehmensführung steht vor der Aufgabe,ein Nachhaltigkeitsmanagement aufzubauen, das ökologische und soziale Anliegen wirksam und effizient befriedigtund deren Management in das konventionelle ökonomische Management integriert.Das Nachhaltigkeitsmanagement dient dem Ziel der unternehmerischen Nachhaltigkeit, indem erstens eine nach-haltige Organisationsentwicklung durch die integrative Berücksichtigung sozialer, ökologischer und ökonomischerZiele angestrebt wird und zweitens das Unternehmen zu einer nachhaltigen Entwicklung von Wirtschaft und Gesell-schaft beiträgt. Von Unternehmen wird immer häufiger erwartet, dass sie nicht nur Produktion und Produkte nach-haltig ausrichten, sondern dass sie auch darstellen, wie sie den Alltag für das Individuum und die Gesellschaft insge-samt lebenswerter und unter dem Prinzipder Nachhaltigkeit gestalten. Zur Umsetzung unternehmerischer Nach-haltigkeit benötigen Unternehmen Managementansätze, wie sie in dieser Studie dargelegt werden. Einige der hiervorgestellten Ansätze sind bereits in der Praxis verbreitet und werden dort erfolgreich eingesetzt (z. B. ò(Umwelt-)Managementsysteme). Andere, z. T. noch wenig bekannte Ansätze besitzen ein hohes Potenzial zur Erfüllung sichabzeichnender Aufgaben (z. B. ò(Sustainability) Balanced Scorecard). Teilweise stellen die ManagementansätzeWeiterentwicklungen bewährter Konzepte, Systeme oder Instrumente dar (z. B. ò(Umwelt-)Kostenrechnung), vondenen viele laufend an neue Entwicklungen und Erfordernisse angepasst werden. Es sind aber auch Ansätze spe-ziell zur Begegnung von Nachhaltigkeitsherausforderungen entwickelt worden (z. B. ò(Öko-)Effizienz-Analyse). Diese rasante Entwicklung im Bereich des Nachhaltigkeitsmanagements ist sehr begrüßenswert und kann als einBeleg für die besondere Bedeutung von Corporate Social Responsibility und Corporate Sustainability in Theorie undPraxis angesehen werden. Allerdings beeinträchtigen die große Anzahl der heute existierenden Konzepte, Systemeund Instrumente, ihr ständiger Wandel und die z. T. mangelnde begriffliche Schärfe die Übersichtlichkeit stark –sowohl in der Unternehmenspraxis als auch in der Wissenschaft. Dies kann die Wahl der bestmöglichen Lösung füreine konkrete Aufgabe erschweren.An dieser Stelle setzt die vorliegende Studie an. Sie will Licht in das Managementinstrumentarium bringen, indemsie bedeutende Ansätze, die dem unternehmerischen Nachhaltigkeitsmanagement zur Verfügung stehen, in einemKompendium zusammenstellt.Will man die Managementansätze praxisorientiert systematisieren, bieten sich insbesondere zwei Kategorien an:Zum einen lassen sich die Ansätze unter dem Gesichtspunkt der zentralen Herausforderungen unternehmerischerNachhaltigkeit betrachten; denn sie sollen dazu dienen, diese einzelnen Herausforderungen zu meistern. Zum ande-ren kann man sie dahingehend untersuchen, in welchen unternehmerischen Funktionsbereichen sie i. d. R. zumEinsatz kommen. Die Studie folgt in ihrem Aufbau dieser Systematisierung.Zunächst werden in Kapitel 2 die zentralen Nachhaltigkeitsherausforderungen erläutert. Das Nachhaltigkeitsmana-gement begründet sich in der unternehmerischen Aufgabe, diesen vier Herausforderungen erfolgreich zu begegnen:•Die ökologische Nachhaltigkeitsherausforderung:Wie kann ein Unternehmen die durch seine Aktivitätenabsolut verursachte Umweltbelastung reduzieren (Öko-Effektivität)? •Die soziale Nachhaltigkeitsherausforderung:Wie können sozial unerwünschte Wirkungen, die von einemUnternehmen ausgehen, minimiert werden (Sozio-Effektivität)? •Die ökonomische Nachhaltigkeitsherausforderung an das Umwelt- und Sozialmanagement: Wie könnenUmweltschutz und Sozialengagement kostengünstig, rentabilitäts- und unternehmenswertsteigernd umge-setzt werden (Öko- und Sozio-Effektivität)? •Die Integrationsherausforderung:Wie können die drei vorangegangenen Herausforderungen gleichzeitigerfüllt (inhaltliche Integrationsherausforderung) und wie können ökologische und soziale Aspekte ins kon-ventionelle, ökonomisch ausgerichtete Management integriert werden (instrumentelle Integrationsheraus-forderung)? In einer tabellarischen Übersicht, die einen leichten Zugang ermöglicht, werden zusammenfassend alle untersuch-ten Ansätze in Beziehung zu diesen vier Herausforderungen gesetzt.In Kapitel 3 werden sodann die konventionellen Funktionsbereiche eines Unternehmens skizziert. Dabei handelt essich um strategische Planung, Rechnungswesen, Controlling, Logistik und Vertrieb, Einkauf, Produktion, Personal-wesen, Marketing und den Bereich Forschung und Entwicklung. Die Ausführungen zu den Funktionsbereichen er-möglichen den Leserinnen und Lesern einen besseren Zugang zur Thematik, weil sie einen Bezug zur alltäglichenPraxis in den einzelnen Unternehmensbereichen herstellen. Auch die unternehmerischen Funktionsbereiche selbstsind wichtige Adressaten dieser Handreichung. Jeder der Funktionsbereiche wird zunächst aus einer konventionel-len betrieblichen Sicht beschrieben. Im Anschluss wird skizziert, wo die jeweiligen ökonomischen, sozialen, öko-logischen und integrativen Herausforderungen an das Nachhaltigkeitsmanagement liegen. Eine tabellarische Zuord-nung erleichtert auch hier den Überblick: Sie zeigt nach Funktionsbereichen geordnet auf, wo in einem Unterneh-men ein Managementansatz einsetzbar ist bzw. zurzeit am häufigsten angewendet wird. Für die Studie wurden insgesamt 40 Konzepte, Systeme und Instrumente ausgewählt und analysiert, die sowohl ineinzelnen oder mehreren der zuvor genannten Funktionsbereiche eingesetzt werden als auch unterschiedlich starkzur Bewältigung der vier Nachhaltigkeitsherausforderungen beitragen können. Die Auswahl erfolgte nach Kriterien,die in Kapitel 1 erörtert werden. Ein abschließendes Porträt eines jeden Ansatzes des unternehmerischen Nachhaltigkeitsmanagements findet sich inKapitel 4 in Form sog. Faktenblätter. In alphabetischer Reihenfolge werden die Managementansätze bezüglich ihrerFunktionen, ihrer wichtigsten Charakteristika sowie ihrer Stärken und Schwächen zur Begegnung der Nachhaltig-keitsherausforderungen erläutert. Hinweise zu einschlägigen Organisationen, Internetadressen und Literatur gebenAnregungen für eine vertiefende Auseinandersetzung mit den einzelnen Ansätzen.

KW - Wirtschaftswissenschaften für Nachhaltigkeit

KW - Unternehmen

KW - Nachhaltigkeit

KW - Management

KW - Soziale Verantwortung

M3 - Arbeits- oder Diskussionspapiere

SN - 978-3-935630-60-3

SN - 3-935630-60-3

BT - Nachhaltigkeitsmanagement in Unternehmen

PB - Centre for Sustainability Management

CY - Lüneburg

ER -

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