Estrogene in Küstengewässern - Untersuchungen in der Ostsee mittels chemischer Analytik und einem in vitro-Biotest

Publikation: Bücher und AnthologienDissertationsschriftenForschung

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Estrogene in Küstengewässern - Untersuchungen in der Ostsee mittels chemischer Analytik und einem in vitro-Biotest. / Beck, Iris.

Lüneburg : Universität Lüneburg, 2006. 135 S.

Publikation: Bücher und AnthologienDissertationsschriftenForschung

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@book{cbf7f6efc70e42c4a13a62bb96cfa840,
title = "Estrogene in K{\"u}stengew{\"a}ssern - Untersuchungen in der Ostsee mittels chemischer Analytik und einem in vitro-Biotest",
abstract = "In der vorliegenden Arbeit wurde ein spurenanalytisches Verfahren zur simultanen Identifizierung und Quantifizierung von Estrogenen in K{\"u}stengew{\"a}ssern entwickelt. F{\"u}r die chemische „target“-Analyse wurden die nat{\"u}rlichen Steroide Estron, 17{\ss}-Estradiol, Estriol, das synthetische Hormon 17α-Ethinylestradiol, die Phytoestrogene Daidzein und Genistein sowie mit Nonylphenol, 4-tert-Octylphenol und Bisphenol A drei weit verbreitete Xenoestrogene ausgew{\"a}hlt. Das Verfahren beinhaltet eine gro{\ss}volumige Festphasenextraktion von durchschnittlich 49 Litern Oberfl{\"a}chen-wasser mit Hilfe des Copolymers Oasis HLB und eine sich anschlie{\ss}ende Extraktaufreinigung an Kieselgel. Von 400 µL Extraktvolumen wurde ein 100 µL Aliquot f{\"u}r die chemisch-analytische Bestimmung der ausgew{\"a}hlten Analyte verwendet. Mit Hilfe der gro{\ss}volumigen Anreicherung in Kombination mit leistungsstarker Messtechnik, Hochleistungs-Fl{\"u}ssigchromatographie in Kombination mit Elektrospray-Tandem-Massenspektrometrie, wurden Nachweisgrenzen im Bereich zwischen 0,02 (Estron) und 1 ng L-1 (Estriol) erreicht. Bei der Vermessung von Realproben auftretende Signalsuppressionen wurden f{\"u}r jede Probe ermittelt und die Ergebnisse diesbez{\"u}glich korrigiert. Die f{\"u}r die entwickelte Methode kalkulierten Wiederfindungen der Extraktion lagen zwischen 52 (4-tert-Octylphenol) and 91% (Nonylphenol).Die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit zeigen, dass nicht nur Kl{\"a}ranlagenausl{\"a}ufe und Fl{\"u}sse vom Eintrag anthropogener Estrogene betroffen sind, sondern auch die K{\"u}stenzonen mariner {\"O}kosysteme. Das Vorkommen von Estrogenen in einem umweltrelevanten Konzentrationsbereich und das damit verbundene estrogene Wirkpotenzial im k{\"u}stennahen Oberfl{\"a}chenwasser der Deutschen Ostsee stellen eine m{\"o}gliche Erkl{\"a}rung f{\"u}r die in dieser K{\"u}stenzone bei Fischen festgestellten Reproduktionsst{\"o}rungen dar. Vor diesem Hintergrund sollten auch K{\"u}stenzonen zunehmend im Fokus wissenschaftlicher Studien zum Thema Endokrine Disruptoren stehen",
keywords = "Chemie, Estrogens, Baltic Sea, HPLC-ESI-MS/MS, Bioassay",
author = "Iris Beck",
note = "Zugl.: L{\"u}neburg, Univ., Diss., 2006 Parallel als Druckausg. erschienen",
year = "2006",
month = jun,
day = "28",
language = "Deutsch",
publisher = "Universit{\"a}t L{\"u}neburg",

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RIS

TY - BOOK

T1 - Estrogene in Küstengewässern - Untersuchungen in der Ostsee mittels chemischer Analytik und einem in vitro-Biotest

AU - Beck, Iris

N1 - Zugl.: Lüneburg, Univ., Diss., 2006 Parallel als Druckausg. erschienen

PY - 2006/6/28

Y1 - 2006/6/28

N2 - In der vorliegenden Arbeit wurde ein spurenanalytisches Verfahren zur simultanen Identifizierung und Quantifizierung von Estrogenen in Küstengewässern entwickelt. Für die chemische „target“-Analyse wurden die natürlichen Steroide Estron, 17ß-Estradiol, Estriol, das synthetische Hormon 17α-Ethinylestradiol, die Phytoestrogene Daidzein und Genistein sowie mit Nonylphenol, 4-tert-Octylphenol und Bisphenol A drei weit verbreitete Xenoestrogene ausgewählt. Das Verfahren beinhaltet eine großvolumige Festphasenextraktion von durchschnittlich 49 Litern Oberflächen-wasser mit Hilfe des Copolymers Oasis HLB und eine sich anschließende Extraktaufreinigung an Kieselgel. Von 400 µL Extraktvolumen wurde ein 100 µL Aliquot für die chemisch-analytische Bestimmung der ausgewählten Analyte verwendet. Mit Hilfe der großvolumigen Anreicherung in Kombination mit leistungsstarker Messtechnik, Hochleistungs-Flüssigchromatographie in Kombination mit Elektrospray-Tandem-Massenspektrometrie, wurden Nachweisgrenzen im Bereich zwischen 0,02 (Estron) und 1 ng L-1 (Estriol) erreicht. Bei der Vermessung von Realproben auftretende Signalsuppressionen wurden für jede Probe ermittelt und die Ergebnisse diesbezüglich korrigiert. Die für die entwickelte Methode kalkulierten Wiederfindungen der Extraktion lagen zwischen 52 (4-tert-Octylphenol) and 91% (Nonylphenol).Die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit zeigen, dass nicht nur Kläranlagenausläufe und Flüsse vom Eintrag anthropogener Estrogene betroffen sind, sondern auch die Küstenzonen mariner Ökosysteme. Das Vorkommen von Estrogenen in einem umweltrelevanten Konzentrationsbereich und das damit verbundene estrogene Wirkpotenzial im küstennahen Oberflächenwasser der Deutschen Ostsee stellen eine mögliche Erklärung für die in dieser Küstenzone bei Fischen festgestellten Reproduktionsstörungen dar. Vor diesem Hintergrund sollten auch Küstenzonen zunehmend im Fokus wissenschaftlicher Studien zum Thema Endokrine Disruptoren stehen

AB - In der vorliegenden Arbeit wurde ein spurenanalytisches Verfahren zur simultanen Identifizierung und Quantifizierung von Estrogenen in Küstengewässern entwickelt. Für die chemische „target“-Analyse wurden die natürlichen Steroide Estron, 17ß-Estradiol, Estriol, das synthetische Hormon 17α-Ethinylestradiol, die Phytoestrogene Daidzein und Genistein sowie mit Nonylphenol, 4-tert-Octylphenol und Bisphenol A drei weit verbreitete Xenoestrogene ausgewählt. Das Verfahren beinhaltet eine großvolumige Festphasenextraktion von durchschnittlich 49 Litern Oberflächen-wasser mit Hilfe des Copolymers Oasis HLB und eine sich anschließende Extraktaufreinigung an Kieselgel. Von 400 µL Extraktvolumen wurde ein 100 µL Aliquot für die chemisch-analytische Bestimmung der ausgewählten Analyte verwendet. Mit Hilfe der großvolumigen Anreicherung in Kombination mit leistungsstarker Messtechnik, Hochleistungs-Flüssigchromatographie in Kombination mit Elektrospray-Tandem-Massenspektrometrie, wurden Nachweisgrenzen im Bereich zwischen 0,02 (Estron) und 1 ng L-1 (Estriol) erreicht. Bei der Vermessung von Realproben auftretende Signalsuppressionen wurden für jede Probe ermittelt und die Ergebnisse diesbezüglich korrigiert. Die für die entwickelte Methode kalkulierten Wiederfindungen der Extraktion lagen zwischen 52 (4-tert-Octylphenol) and 91% (Nonylphenol).Die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit zeigen, dass nicht nur Kläranlagenausläufe und Flüsse vom Eintrag anthropogener Estrogene betroffen sind, sondern auch die Küstenzonen mariner Ökosysteme. Das Vorkommen von Estrogenen in einem umweltrelevanten Konzentrationsbereich und das damit verbundene estrogene Wirkpotenzial im küstennahen Oberflächenwasser der Deutschen Ostsee stellen eine mögliche Erklärung für die in dieser Küstenzone bei Fischen festgestellten Reproduktionsstörungen dar. Vor diesem Hintergrund sollten auch Küstenzonen zunehmend im Fokus wissenschaftlicher Studien zum Thema Endokrine Disruptoren stehen

KW - Chemie

KW - Estrogens

KW - Baltic Sea

KW - HPLC-ESI-MS/MS

KW - Bioassay

M3 - Dissertationsschriften

BT - Estrogene in Küstengewässern - Untersuchungen in der Ostsee mittels chemischer Analytik und einem in vitro-Biotest

PB - Universität Lüneburg

CY - Lüneburg

ER -