Zukunftsdiskurse - Öffentlichkeit zwischen Fakt und Fiktion. Wissensproduktion in Wissenschaft, Literatur, Medien, Kunst

Projekt: Forschung

Projektbeteiligte

PROJEKTBESCHREIBUNG:

Das Projekt „Zukunftsdiskurse“ untersucht die gesellschaftliche Wissensproduktion zwischen Fakt und Fiktion an der Schnittstelle von Wissenschaft, Kunst, Publizistik und allgemeiner Öffentlichkeit. In Zeiten der Digitalisierung und Globalisierung sowie des Populismus fragen wir nach der Bedeutung von Wissensproduktion im 21. Jahrhundert.

- Wo wird welches Wissen produziert – und um welche Art Wissen handelt es sich dabei?
- Wie wird Wirklichkeit wahrgenommen, in Worte und Bilder gefasst und welche Verfahren der Übersetzung kommen in diesen Praktiken zum Einsatz?
- Wie unterscheidet und wie ähnelt sich die Wissensproduktion in Wissenschaft, Journalismus, Literatur, Kunst und Populärkultur?

Zugrunde gelegt wird daher ein weiter Wissensbegriff. Wissen ist eine elementare Ressource, die an der Reproduktion von Kulturen und Gesellschaften wesentlichen Anteil hat. Es erschöpft sich nicht in den Erträgen der Wissenschaften, sondern umfasst Kenntnisse und Verfahren, die auf verschiedensten Wegen erworben werden. Das traditionelle epistemische Privileg des wissenschaftlichen Wissens wird ergänzt durch einen dynamischen und insgesamt komplexeren Begriff von Wissen. Neben dem akademischen Wissen finden auch „öffentliche“ und „populäre“ Spielarten des Wissen darin eine Rolle. Ob in der Literatur, dem Journalismus oder den Künsten, folgt es je eigenen Logiken. Diese Wissensformen, -ordnungen und -orte sowie ihre Herstellung werden im Rahmen des Projekts interdisziplinär befragt und gemeinsam mit Bürger*innen diskutiert.

Zu diesem Zweck sind öffentliche Veranstaltungsformate geplant, wie etwa eine „Vorlesung für alle“, Salon-Gespräche, eine Podiumsdiskussion und ein Workshop. Die Ergebnisse der Untersuchungen und Veranstaltungen werden in einer interdisziplinären Fachveröffentlichung zusammengefasst. Ein Impuls-Papier sowie Beiträge in klassischen und neueren Medien ergänzen den Ergebnistransfer, um eine öffentliche Debatte mit breitem Publikum zu ermöglichen und die Universität als Ort der Aufklärung zu stärken.

Das Ziel des Projekts „Zukunftsdiskurse“ ist es, die heterogenen Stimmen der Wissensproduzent*innen aus Wissenschaft und Gesellschaft zu versammeln, Positionen kenntlich zu machen und für die Komplexität des Themas zu sensibilisieren. Theoretiker*innen und Praktiker*innen sollen an einen Tisch gebracht und Fachgrenzen überschritten werden. Die durch das Projekt initiierte Verständigung über das wichtige und hochaktuelle Thema der Faktenproduktion schafft Orientierung und fördert die Idee eines souveränen und kritischen Denkens. Dieses lernt die Unterschiede der Faktenproduktion in den unterschiedlichen Kontexten kennen und verstehen, um sie selbstständig einordnen und kritisch reflektieren zu können.
StatusLaufend
Zeitraum01.01.2131.03.22
Art der FinanzierungGefördert vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen

    Fachgebiete

  • Literaturwissenschaft - Fake-News, Post-Truth, Alternative Fakten, Wissensformen, -ordnungen, -orte, Literatur, Kunst, Öffentlichkeit