Verbundvorhaben COMTESS: Nachhaltiges Küstenzonenmanagement - Vergleichende Untersuchung von Ökosystemdienstleistungen - Teilvorhaben: Ökonomische Analysen, ökologisch- ökonomische Integration

Projekt: Forschung

Projektbeteiligte

  • Baumgärtner, Stefan (Wissenschaftliche Projektleitung)
  • Engler, John-Oliver (Ansprechpartner*in Wissenschaft)
  • Kleyer, Michael (Wissenschaftliche Projektleitung)
  • Giani, Luise (Partner*in)
  • Ahlhorn, Frank (Partner*in)
  • Klenke, Thomas (Partner*in)
  • Selck, Thorsten Jörg (Partner*in)
  • Stahl, Julia (Partner*in)
  • Oumeraci, Hocine (Partner*in)
  • Bronstert, Axel (Partner*in)
  • Jeltsch, Florian (Partner*in)
  • Schröder, Boris (Partner*in)
  • Glatzel, Stephan (Partner*in)
  • Miegel, Konrad (Partner*in)
  • Ahlheim, Michael (Partner*in)
  • Stoll-Kleemann, Susanne (Partner*in)
  • Nationalpark und Biosphärenreservat Niedersächsisches Wattenmeer Germany
  • Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft
  • Royal Netherlands Institute for Sea Research (NIOZ)
Klimawandel bedroht Küstengebiete in Nordwest-Europa in erster Linie durch eine Zunahme der Sturmfluten, beschleunigten Meeresspiegelanstieg und zunehmende Regenwasserabflussmengen im Winter. Das heutige Küstenmanagement basiert vor allem auf Flutschutzmaßnahmen durch Deiche und Grundwasserregulation durch Entwässerung. Die Effizienz dieser Maßnahmen in der Zukunft wird sehr wahrscheinlich durch den beschleunigten Meeresspiegelanstieg und Veränderungen in hydrologischen Zyklen beschränkt.
Vor diesem Hintergrund wird COMTESS inter- und transdisziplinäre Studien dreier Szenarien durchführen, die auf eine Nordsee- und eine Ostseeküstenregion in Deutschland übertragen werden:
(1) Wasser Management: Bau einer zweiten Küstenschutzlinie im Hinterland sowie Schaffung eines Süßwasser-Flutpolders zwischen den beiden Deichlinien. Vorrangige Ziele dieses Szenarios sind die Beschränkung von Überflutungen auf den Polderbereich im Falle von Deichbrüchen, die Zunahme der Rückhaltung von Süßwasser für eine Nutzung während Trockenperioden, die Vorbeugung von unterirdischem Eindringen von Salzwasser und die Nutzung von Röhrichtbeständen für grüne Energie.
(2) Kohlenstoff-Sequestrierung: vergleichbar mit dem ersten Szenario, jedoch werden die Polderflächen von Schilfbeständen bestimmt, die zu einer aktiven Torfbildung beitragen.
(3) Trend: Milchviehhaltung und Grünlandbewirtschaftungen wie im Moment üblich. Überflutungen können die Landnutzung jedoch empfindlich stören, höhere Entwässerungskosten verursachen und damit die ökologische und ökonomische Tragfähigkeit dieser Form der Landnutzung verringern.
Jedes Szenario impliziert die Priorisierung bestimmter Ökosystem-Dienstleistungen (z.B. Nahrungsproduktion gegenüber Wassermanagement gegenüber Kohlenstoff-Sequestrierung) wie auch Synergien und Konflikte mit anderen Ökosystem-Dienstleistungen (z.B. Biodiversität gegenüber Produktion grüner Energie). COMTESS wird die Umsetzung multipler Ökosystemfunktionen und -dienstleistungen (ESF/ESS) in jedem Szenario im Hinblick auf ökologische und sozio-ökonomische Bedingungen quantifizieren und beurteilen.
Der Lehrstuhl für Nachhaltigkeitsökonomie führt dazu eine ökonomische Risikoanalyse verschiedener Landnutzungsszenarien durch und entwickelt Instrumente, Institutionen und Strategien für das robuste und ökonomisch effiziente Risikomanagement.
StatusAbgeschlossen
Zeitraum01.01.1131.12.15
URLhttp://www.comtess.uni-oldenburg.de
Art der FinanzierungGefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Forschungsrahmenprogramms "Forschung für die Nachhaltigkeit", Fördermaßnahme "Nachhaltiges Landmanagement"
Förderkennzeichen oder Vertragsnummer01LL0911E

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