Unternehmensnachfolge in vertragsärztliche Gemeinschaftspraxis

Projekt: Forschung

Projektbeteiligte

  • Braun, Susanne (Wissenschaftliche Projektleitung)
  • Jörg Richter (Wissenschaftliche Projektleitung)
Die Frage der Unternehmensnachfolge in einer vertragsärztlichen Gemeinschaftspraxis spielt eine wichtige Rolle, denn oftmals haben mehrere Vertragsärzte eine Praxis mit persönlichem Einsatz aufgebaut und über Jahre erfolgreich geführt. Die von der Beratungspraxis allgemein zur Unternehmensnachfolge entwickelten Gestaltungsmodelle können jedoch nicht ohne weiteres auf die Situation von Vertragsärzten übertragen werden, da sich der Vertragsarzt rechtlich grundsätzlich in einem Normengeflecht aus Sozial- und Berufsrecht bewegt, und zudem bei der Nachfolge in einer Gemeinschaftspraxis noch erb-, gesellschafts- und steuerrechtliche Vorschriften zu beachten sind. Im Rahmen dieses Projekts wurden die erb-, steuer- und gesellschaftsrechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung der vertragsärztlichen und berufsrechtlichen Besonderheiten für die Rechtsnachfolge von Todes dargestellt. Mit Blick auf ihre praktische Bedeutung zeigt sich, dass es sinnvoll ist, zwischen der Fortsetzung der Gesellschaft durch die verbleibenden Gesellschafter und der Fortsetzung der Gesellschaft mit einem berufsqualifizierten Erben aufgrund gesellschaftsvertraglicher Nachfolgeklausel zu unterscheiden. Bei der Erörterung der steuerrechtlichen Aspekte werden die beiden Grundmuster aus Sicht des Erblassers, seiner Erben und der Gesellschaft ertrag- wie erbschaftsteuerrechtlich für den Zeitpunkt des Ausscheidens gewürdigt.
StatusAbgeschlossen
Zeitraum01.01.0531.12.05