Transformation in Ökonomie und Politik: Teilvorhaben 2: Nachhaltigkeitswissenschafliche Ansätze und Geschlechterverhältnisse in der Transformationsdebatte

Projekt: Forschung

Projektbeteiligte

  • Hofmeister, Sabine (Wissenschaftliche Projektleitung)
  • Katharina Moths (Projektmitarbeiter/-in)
  • Andrea Amri-Henkel (Projektmitarbeiter/-in)
  • Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie GmbH
Sozial-ökologische Transformationen (z.B. die „Energiewende“) einerseits und „Nachhaltigkeit und Genderperspektiven“ andererseits werden zwar breit, doch noch weitgehend unverbunden diskutiert. Dabei gewinnen Chancengerechtigkeit und transformative Gerechtigkeit wie auch das vorsorgende Wirtschaften an Bedeutung. Vorsorgende und weibliche Perspektiven zu einer nachhaltigen Entwicklung sind in aktuellen Transformations- und Gesellschaftsvertragsdebatten bislang noch zu selten vertreten. Übergeordnete Ziele sind daher, die Transformationspotenziale vorsorgenden Wirtschaftens zu erweitern, in Wissenschaft und Praxis zu verbreiten und die Gendersensibilität in politischen Beratungsgremien zu erhöhen.
Dabei werden wirtschafts-, nachhaltigkeits- und politikwissenschaftliche Debatten, Diskurse und Praktiken einbezogen und innovative wie transformative Impulse der Genderforschung aufgegriffen und genutzt. Ein weiteres Ziel besteht in der Förderung und Vernetzung von Nachwuchswissenschaftler*innen in den Themenfeldern Transformations-, Nachhaltigkeits- und Geschlechterforschung. Das Konzept zu den geplanten Maßnahmen hat zum Ziel, Themen, Debatten und Diskurse zu verbinden und Genderaspekte zu integrieren; wissenschaftlichen Nachwuchs im thematischen Umfeld des Netzwerkes zu fördern; innovative Forschungskooperationen aufzubauen, die Vernetzung und den Erfahrungsaustausch mit der Praxis zu stärken. Hierzu sind klassische Formate wie Fachworkshops und Fachgespräche
ebenso vorgesehen wie neue Formate, z.B. interdisziplinäre Dialoge und Salons mit den wissenschaftlichen Zielgruppen. Außerdem sind transdisziplinärer Dialoge und mit den praktischen Zielgruppen vorgesehen.
Die Arbeitsplanung umfasst erstens eine dreimonatige Vorbereitungsphase, in der auch der erste Fachworkshop (Auftaktworkshop) angesiedelt ist. Zweitens enthält die sechsmonatige Durchführungsphase neben dem moderierten Erfahrungsaustausch transdisziplinäre Dialoge in Form von explorativen Expert*inneninterviews und mit Elementen aus der Feldforschung
(z.B. teilnehmende Beobachtung). Drittens umfasst die viermonatige Auswertungsphase die Dokumentationen und Interpretationen aus den Fachworkshops und den Dialogen. Hier ist ein iteratives Vorgehen vorgesehen, d.h. die Ergebnisse aus den Einzelveranstaltungen beeinflussen den weiteren Projektprozess.
Die Ergebnisverwertung umfasst drei Ebenen: Vernetzung, Strategien und Nachwuchsförderung. Auf der Ebene der Vernetzung können die Ergebnisse sowohl vom Netzwerk Vorsorgendes Wirtschaften als auch von anderen Institutionen aufgegriffen werden und in den weiteren Arbeitsprozess einfließen. Die geplante Kooperation mit anderen Institutionen und Vernetzungen im Rahmen der geplanten Veranstaltungen sowie der damit einhergehende fachliche Austausch sollen zudem in innovative Forschungskooperationen einmünden. Auf der Ebene der Strategien kann mittels des Verbundvorhabens eine bessere Integration der bislang
vernachlässigten Genderaspekte in den Wirtschaftswissenschaften, Nachhaltigkeitswissenschaften sowie im Bereich der Transformationsforschung erreicht werden. Auch soll eine Verwertung mittels wissenschaftlicher Impulse für gesellschaftliche Veränderungen erfolgen, die in Form von Publikationen gegeben werden. Die Handlungsempfehlungen aus den transdisziplinären Dialogen und den Salons sollen in geeigneter Form aufbereitet und ebenfalls
publiziert werden. Auf der Ebene der Nachwuchsförderung soll über das Projekt hinaus ein Forum für den wissenschaftlichen Austausch von Nachwuchswissenschaftler*innen/ Doktorand* innen, die im Schnittfeld Nachhaltigkeit und Gender arbeiten, geschaffen werden.
StatusAbgeschlossen
Zeitraum01.08.1531.07.16
Art der FinanzierungGefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Förderung von Maßnahmen zum Ausbau von innovativen Forschungskooperationen und zur Stärkung der Netzwerktätigkeit im Förderbereich "Strategien zur Durchsetzung von Chancengerechtigkeit für Frauen in Bildung und Forschung"<br/>
Förderkennzeichen oder Vertragsnummer01FP1417
Beziehungsdiagramm