Selbstorganisation: Diskurse, Praktiken, Technologien

Projekt: Forschung

Projektbeteiligte

Selbstorganisatorische Praktiken und Aufforderungen sind zentraler Bestandteil gegenwärtiger Subjektivierungsprogramme (Bröckling 2017). Auch im Feld der Organisationsentwicklung florieren dezentrale Ansätze, die die Mitarbeiter*innen zu erhöhter Partizipation und Eigeninitiative motivieren sollen. Unter Schlagwörtern wie 'lean' oder 'agil' konturiert sich dieser Trend zunächst über die Abkehr von bestehenden Praktiken, die mit Hierarchie, Linearität und Kontrolle assoziiert werden. Davon ausgehend hat sich ein konkretes und umfangreiches Wissen über Selbstorganisation und ihre praktischen Umsetzungen in Unternehmen entwickelt (z.B. Frederic Laloux 2014).

Das Projekt zielt darauf ab, über teilnehmende und nicht-teilnehmende Beobachtung verschiedener Formen selbstorganisatorischer Praxis die Annahme des Informalen und Spontanen zu befragen und stattdessen spezifische Praktiken der Selbstorganisation zu erfassen. Was passiert genau, wenn Gruppen sich selbst organisieren? Dabei gilt es insbesondere, das Technologiemilieu in den Blick zu nehmen, das Praktiken der Selbstorganisation anstößt, ermöglicht und kanalisiert.
Zeitraum01.10.18 → …

Zugehörige Aktivitäten