Kulturelle Diversität als kuratorisches Konzept. Strategien und Narrative der Inszenierung und Dekonstruktion auf transkulturellen PerformingArts- und Musik-Festivals

Projekt: Forschung

Projektbeteiligte

Das Forschungsprojekt fragt, wie kulturelle Diversität in kuratorischer Praxis im Rahmen von transkulturellen Performing Arts- beziehungsweise Musik-Festivals (de-) konstruiert wird. Bei transkulturellen Festivals treten nationalstaatliche Bezüge in den Hintergrund. Hier werden unter verschiedenen Thematiken kulturelle Diversität als transkulturell, kosmopolit und innovativ konstruiert. Transkulturelle Festivals behandeln topografisch entkoppelte Themen und präsentieren aktuelle globale Fragestellungen. Sie genießen dementsprechend einen Ruf, sich „am Puls der Zeit zu befinden“ und hohe Qualität aus den zeitgenössischen Künsten zu präsentieren. Welche Bedingungen, welche Verortung in globalen Kulturdiskursen, welche kulturpolitischen Konzepte, welche kuratorischen Strategien, welche Lebensentwürfe von Künstler_innen und welche Musikformen auf transkulturellen Festivals tragen dazu bei, dass diese Festivals kein Image eines exotischen Nischendaseins hervorrufen, sondern als innovativ, aktuell, kosmopolit und transkulturell gelten? Kuratorische Praxis wird dabei als ein diskursiver Prozess angesehen, der durch die Auswahl, die Präsentationsform und die Bewertung des Dargestellten Wissen schafft beziehungsweise konstruiert. Die Untersuchung der Inszenierung kultureller Diversität durch kuratorische Praktiken auf weltweit renommierten Performing Arts- und Musik-Festivals soll die Bedeutung globaler Diskurse für aktuelle Kunstformen zeigen.
StatusLaufend
Zeitraum01.10.1431.12.19
Art der FinanzierungGefördert vom niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) aus dem Förderprogramm PRO-Niedersachsen
Beziehungsdiagramm