Fair Value Accounting, Earnings Management and Corporate Governance

Projekt: Dissertationsprojekt

Projektbeteiligte

Der Ansatz und die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden mit ihren aktuellen Zeitwerten (Fair Value Accounting) rückt aus internationaler Sicht in den Fokus der empirischen Rechnungslegungsforschung. Mit der Implementierung von IFRS 13 wurde eine postenübergreifende Fair Value-Hierarchie eingeführt, bei der in einem dreistufigen System der Fair Value abgeleitet werden muss. Kritisiert wird die eingeschränkte Objektivität, besonders in den Fällen, in denen der Fair Value auf der dritten Stufe durch Methoden der Unternehmensbewertung bestimmt wird. Aktuelle Studien belegen, dass Investoren die beizulegenden Zeitwerte der dritten Stufe als weniger wertrelevant erachten.
Im Rahmen der empirischen Forschung wird bislang nur nachrangig untersucht, welchen Einfluss einzelne Corporate Governance-Variablen (z.B. Gender Diversity im Board) auf die Fair Value-Bewertung und die damit verbundenen Anhangangaben haben. Auch ist fraglich, wie sich das Fair Value Accounting der dritten Stufe auf die Qualität der externen Abschlussprüfung auswirken. Vor diesem Hintergrund richtet sich das vorliegende Forschungsprojekt einerseits an die Analyse von einzelnen Corporate Governance-Faktoren im Zusammenhang mit dem Fair Value Accounting sowie andererseits auf den Einfluss von Fair Values auf die Prüfungsqualität.
Zeitraum01.05.1830.04.22
Beziehungsdiagramm