Auswirkungen von Investitionen in Erneuerbare Energien auf Rentabilität und Risiko von Landwirtschaftsunternehmen aus kreditwirtschaftlicher Perspektive

Projekt: Andere

Projektbeteiligte

Die zentrale Forschungsfrage, ob sich Rentabilität und finanzwirtschaftliche Risikolage von landwirtschaftlichen Betrieben durch Investitionen in Erneuerbare Energien verbessert, soll grundsätzlich differenziert nach dem betrieblichen Schwerpunkt eines Landwirtschaftsbetriebs (Betriebszweige nach Testbetriebsstatistik BMELV) und differenziert nach der Art des Erneuerbare Energien-Investitionsobjektes erfolgen. Diese Differenzierung ist vorzunehmen, da die einzelnen Betriebszweige und die Erzeugung von Erneuerbaren Energien in Art und Umfang unterschiedliche Risikozusammenhänge aufweisen. In einem ersten Schritt soll zunächst ein theoretisches Modell entwickelt werden, das die Wirkungszusammenhänge und die Korrelationen zwischen den einzelnen Risikofaktoren in einem theoretischen Modell abbildet. Zur Analyse der Einzelrisiken bieten sich Sensitivitätsanalysen bzw. für ihr Zusammenwirken die Monte-Carlo-Simulation als Methode an. Zur Überprüfung der Plausibilität sind Expertenbefragungen mit Kreditspezialisten in Banken, betroffenen Landwirten und spezialisierten Beratern im Rahmen von Interviews vorgesehen. Darauf aufbauend sollen Hypothesen abgeleitet und diese anschließend mit den Praxiserfahrungen der Banken abgeglichen und in Fallstudien verifiziert werden. Sofern bei den Praxispartnern geeignetes Datenmaterial verfügbar ist, könnten zudem z.B. die fortlaufenden Rating-Noten der Landwirtschaftsunternehmen oder Bilanzkennzahlen mit Hilfe von statistischen Analysen (z.B. Insolvenzprognoseverfahren) ausgewertet werden. Auf Basis dieser Erkenntnisse sollen abschließend die bisherigen Kreditprüfungs- und Rating-Verfahren auf Eignung und Verbesserungsmöglichkeit überprüft werden.
StatusAbgeschlossen
Zeitraum01.08.1531.12.16
Art der FinanzierungGefördert von der Landwirtschaftlichen Rentenbank
Beziehungsdiagramm