PPP Brasilien 2021 - Entwicklung des Rührreibschweißens für plattierte Rohre

Projekt: Andere

Projektbeteiligte

Rohre für die Anwendung in der Tiefsee müssen einen hohen Druck in Kombination mit aggressiven korrosiven Umgebungsbedingungen bewältigen. Um die Rohre vor Korrosionseinflüssen zu schützen und ein mögliches Versagen während der Nutzung zu vermeiden, ist die Verwendung einer korrosionsbeständigen Legierungsschicht (Corrosive Resistant Alloy, CRA) auf der Oberfläche des Innendurchmessers eine mögliche Lösung. Allerdings stellt die bimetallische Beschaffenheit dieser Rohre eine erhebliche Herausforderung für mögliche Schweißverfahren dar. Festphaseschweißverfahren, wie z. B. das Rührreibschweißen (FSW), bieten eine ideale Lösung zum Verbinden von bimetallischen Rohren. Beim FSW findet kein Aufschmelzen der Grundwerkstoffe statt, wodurch die Bildung und das Wachstum intermetallischer Phasen auf ein Minimum reduziert wird. Darüber hinaus führen die thermomechanischen Eigenschaften des Prozesses zu feinen gleichachsigen rekristallisierten Mikrostrukturen, die hervorragende mechanische Eigenschaften der Schweißnaht gewährleisten. Die Möglichkeit, bimetallische Rohre mit dem FSW-Verfahren zu fügen, wurde bisher jedoch noch nicht eingehend untersucht. Daher zielt das vorliegende Projekt darauf ab, diese Wissenslücke zu schließen, indem die gesamte Entwicklungskette von der Prozessentwicklung über die Analyse der Mikrostrukturentwicklung als Ergebnis des Schweißvorgangs bis hin zur Bestimmung des mechanischen und korrosiven Verhaltens der Verbindungen behandelt wird. Die Arbeiten werden in enger Zusammenarbeit mit der Universidade federal do Rio Grande do Sul in Brasilien und dem Helmholtz-Zentrum Geesthacht durchgeführt.
StatusAbgeschlossen
Zeitraum01.01.2131.12.21
Art der FinanzierungGefördert vom Deutschen Akademischen Austauschdienst