Moving Image Lab (Kompetenztandem-Projekt)

Projekt: Forschung

Projektbeteiligte

  • Beyes, Timon (Wissenschaftliche Projektleitung)
  • Riedel, Marc (Projektmitarbeiter*in)
  • Samantha Gupta (Projektmitarbeiter*in)
  • Felicitas Hagen (Projektmitarbeiter*in)
Gesellschaftliche Umbrüche und die digitale Revolution haben den Boden für einen neuartigen Umgang mit Bild und Ton bereitet. Die Grenzen zwischen Produktion und Rezeption verwischen. Zuschauer werden zu Produzenten. Die Produktionskosten für qualitativ hochwertige Videos sinken rapide. Das Beharren auf bewährten Geschäftsmodellen kommt Medienunternehmen dagegen womöglich teuer zu stehen. Die Medienlandschaft wandelt sich – und die Gesellschaft mit ihr, denn die Durchsetzung neuer Medien geht einher mit neuen Kulturtechniken: andere Formen der Interaktion, des Zusammenlebens und der Zusammenarbeit.
Vergangene Medien(r)evolutionen wurden stets durch neue politische, ökonomische und zivilgesellschaftliche Kulturtechniken bewältigt, produzierte Sinnüberschüsse handhabbar gemacht. Auch das Leben im Global Village des Informationszeitalters ist mit solchen Umwälzungen verbunden. Der Soziologe Dirk Baecker spricht in diesem Zusammenhang von der „nächsten Gesellschaft“ – der Computergesellschaft.
Die Konturen dieser Gesellschaft zeichnen sich erst unscharf am Horizont ab – die Fragen, die der Siegeszug des Web 2.0 und die neuen Möglichkeiten der Bewegtbildproduktion mit sich bringen, sind dagegen sehr konkret: Welche Interaktions- und Zusammenarbeitsformen und welche ästhetischen Formate entwickeln sich im Umgang mit den Sinn- und Bildüberschüssen des Web 2.0? Welche Organisations- und Finanzierungsformen entstehen? Mögliche Antworten zu diesen Fragen liegen dabei quer zu disziplinären Gefäßen. Sie müssen neu und anders gedacht werden: gleichermaßen soziologisch und kulturwissenschaftlich beobachtend wie medienwissenschaftlich analysierend, politisch reflektierend wie betriebswirtschaftlich gestaltend.
StatusAbgeschlossen
Zeitraum19.08.0931.05.14
Art der FinanzierungGefördert aus Mitteln des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Niedersachsen

Publikationen

Beziehungsdiagramm