Lösungsansätze für bürgergetragene Kooperationsprojekte beim Ausbau der regenerativen Energieerzeugung durch Windkraftanlagen

Projekt: Transfer (Wissenschaftliche Dienstleistung)

Projektbeteiligte

Unter Bürgerbeteiligungsmodellen werden Ansätze verstanden, bei denen es darum geht, möglichst viele Angehörige einer lokal oder regional begrenzten (politischen) Einheit an der Entwicklung der Energieproduktion und/oder -verteilung aus regenerativen Energiequellen durch die Bereitstellung von Kapital (v. a. Eigenkapital) mit Stimmrecht zu beteiligen. Bürgerbeteiligungen im engeren Sinne treten aktuell vor allem in der Form der GmbH & Co. KG (so genanntes KG-Modell), der GbR – z. T. in Verbindung mit einem e. V. –, der GmbH und der eG auf. Daneben sind diverse Mischformen denkbar. Bei Bürgerbeteiligungen im weiteren Sinne werden andere Finanzierungsformen als Eigenkapital zur Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger genutzt.
Bürgerbeteiligungen werden als möglicher Ansatz für eine weitere Verbreitung von Erneuerbaren-Energien-Anlagen in der Fläche und zur Überwindung von Widerständen gegen solche Anlagen in der lokalen Bevölkerung angesehen. Im Gegensatz zur Fotovoltaik erscheint die Umsetzung von Bürgerbeteiligungen bei Windkraftanlagen allerdings schwieriger. Dies gilt insbesondere für den Einsatz des Genossenschaftsmodells. Eine Ursache dafür könnte die Höhe des Finanzbedarfs für Windkraftanlagen und dessen Deckung sein.
Es gilt zu prüfen, wie die Bürgerbeteiligungsmodelle bei Windkraftanlagen ausgestaltet sein können, ggf. auch, wie festgestellte Hindernisse überwunden werden können, um die Verbreitung solcher Modelle zu erhöhen.
Aufgrund der o.a. Schwierigkeiten sollen genossenschaftliche Bürgerbeteiligungsmodelle besonders berücksichtigt werden.
Im ersten Schritt werden bestehende Bürgerbeteiligungsmodelle bei Windenergieanlagen identifiziert und typologisiert. Auf Basis der Typologie werden ausgewählte, besonders interessante (typische bzw. archetypische) Projekte als Fallstudien näher untersucht, gegebenenfalls durch ergänzende Expertengespräche. Außerdem wird anhand der Fälle und weiterer Informationen untersucht, unter welchen Bedingungen genossenschaftliche Bürgerbeteiligungsmodelle bei Windkraftanlagen möglich und sinnvoll sind. Alternative und ergänzende Strukturierungsmodelle werden theoretisch entwickelt und gemeinsam mit den in der Praxis vorgefundenen Lösungen in einem Workshop als Lösungsmodelle für die Konstruktion und Finanzierung von Bürgerwindparks diskutiert.
Die Studie basiert auf Internet-und Datenbankrecherchen, Literaturrecherchen, Expertengesprächen und einem Expertenworkshop (Gruppendiskussion, ggf. Fokusgruppen).
StatusAbgeschlossen
Zeitraum01.04.1231.01.13
URLhttp://www.leuphana.de/professuren/finanzierung-finanzwirtschaft/forschung/windgenossenschaften.html
Art der FinanzierungGefördert durch die Genossenschaftsstiftung, Frankfurt am Main

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