Die Ausstellung Les Immatériaux: Interdisziplinarität, Epistemologie, kuratorische Subjekte

Projekt: Forschung

Projektbeteiligte

Das kunst-, kultur- und wissenschaftshistorische Projekt zur Ausstellungsgeschichte untersucht am Beispiel der Ausstellung Les Immatériaux (Paris, 1985) Fragestellungen zur Epistemologie von Exponaten, zum kuratorischen Handeln und zur Interdisziplinarität in Forschungsnetzwerke. Das Projekt greift aktuelle Fragen zum Verhältnis von Materialität und Immaterialität, von Subjektivität und Dinghaftigkeit auf und diskutiert diese an einem historischen Fallbeispiel. Es erforscht das interdisziplinäre Netzwerk aus Institutionen und Personen, die zur Ausstellung beigetragen haben, sowie die Position des "kuratorischen Subjekts" bzw. des Kurators, die für Les Immatériaux in der Literatur meist ausschließlich dem Philosophen Jean-François Lyotard zugeschrieben wird, obwohl dieser in einem kollaborativen und offenen Prozess mit einem Team um den Designtheoretiker Thierry Chaput zusammenarbeitete. Das Projekt untersucht den epistemologischen Status der ausgestellten Objekte und Kunstwerke, die die kuratorische Konzeption nicht nur illustrieren, sondern das theoretisch Gefasste übersteigen, und die nicht nur an der Sinn- und Wissensproduktion der fertigen Ausstellung, sondern auch an deren konzeptioneller Entwicklung aktiv mitwirken. Abschließend erfolgt die Einordnung von Les Immatériaux in den Kontext der Ausstellungsgeschichte.
StatusLaufend
Zeitraum01.10.2130.09.24
URLhttp://les-immateriaux.net/
Art der FinanzierungGefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)