Betriebsgrößenabhängige Schwellenwerte und Arbeitsplatzdynamik in mittelständischen Firmen

Projekt: Forschung

Projektbeteiligte

Viele Regelungen des Arbeitsrechts gelten nur in Betrieben, in denen eine vorgegebene Mindesanzahl von Arbeitnehmern beschäftigt ist. So findet z.B. das Kündigungschutzgesetz nur in Betrieben ab fünf Beschäftigten Anwendung. Dies führ zu Schwellenwerten, bei deren Überschreiben den Betrieben zusätzliche Kosten entstehen. Stellt z.B. ein Betrieb mit bisher vier Beschäftigten einen fünften Mitarbeiter ein, so gelten damit für alle fünf Beschäftigten die Vorschriften des Kündigungsschutzgesetzes, was die Entlassungskosten erheblich erhöht. Umgekehrt führt ein Unterschreiten einer solchen Schwelle zu Kosteneinsparungen, die über die eingesparten Lohnkosten hinausgehen. Damit ist zu vermuten, dass Schwellenwerte dämpfend auf das Einstellungsverhalten von Betrieben direkt an einer Schwelle wirken bzw. Entlassungen von Betrieben direkt hinter einer Schwelle fördern. Da die Kosten bzw. Einparnisse hierbei schwellenspezifisch variieren, führen diese gesetzlichen Regelungen zu einem spezifischen Typus mehrdimensionaler Heterogenität der Akteure auf der Nachfrageseite des Arbeitsmarktes. Schwellenwerte sind in dem wichtigen Bereich mittelständischer Betriebe besonders häufig. Deshalb sollen in dem beantragten Projekt auf der Basis theoretischer Überlegungen die Auswirkungen ausgewählter Schwellenwerte auf die Arbeitsplatzdynamik im Mittelstand empirisch untersucht werden. Die Ergebnisse bilden dann die Basis für eine fundierte Einschätzung der Flexibilisierungspotentiale, die sich aus Modifikationen der gesetzlichen Regelungen zur Fizierung der betrachteten Schwellenwerte ergeben.
Website:

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StatusAbgeschlossen
Zeitraum15.09.0611.02.09
Art der FinanzierungGefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen des Schwerpunktprogramms "Flexibilisierungspotenziale bei heterogenen Arbeitsmärkten"